Tag Archives: afrika

Sturmfluten bedrohen Küstenregionen

Durch den Klimawandel und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels drohen den Küstenregionen Schäden in Billionenhöhe. Das zeigt eine Studie, an der der Klimaforscher Benjamin Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik mitgearbeitet hat. Schnelles Handeln sei vor allem in den Regionen Asiens und Afrikas erforderlich.

Falls keine Anpassungsmaßnahmen getroffen werden, droht Ländern mit Küstenregionen ein massiver Anstieg der Schäden durch Sturmfluten, von heute 10 bis 40 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf bis zu 100.000 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Das geht aus einer aktuellen Studie unter der Führung des Berliner Global Climate Forum hervor, die in dieser Woche in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen ist. Erstmals legt diese Studie globale und umfassende Simulationsergebnisse über die von künftigen Sturmfluten verursachten Schäden an Gebäuden und Infrastruktur vor. Der mögliche drastische Anstieg der Schäden geht dabei einerseits auf den steigenden Meeresspiegel und andererseits auf die erwartete  Bevölkerungsentwicklung in den Küstenregionen zurück. Von letzterem sind vor allem Asien und Afrika mit ihren schnell wachsenden Küstenmetropolen wie Schanghai, Manila oder Lagos betroffen. (more…)

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L’Oreal verbannt Palmöl aus Regenwaldzerstörung

Sie sind es sich endlich wert – der weltweit größte Konzern für Beauty- und Kosmetikprodukte hat sich ehrgeizigere Ziele beim Waldschutz gesetzt. Bis zum Jahr 2020 will L’Oreal nicht-nachhaltiges Palmöl aus all seinen Produkten verbannt haben.

In einem ersten Schritt will der Konzern bis zum Jahr 2015 für Transparenz in seiner Lieferkette sorgen: Die Herkunft des verwendeten Palmöls soll komplett nachvollziehbar sein. Es wird nach Angaben von L’Oreal aufgrund seiner Eigenschaften als Weichmacher größtenteils in Haut- und Haarpflegeprodukten verwendet. (more…)

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Fische fangen Rauchschwalben im vollen Flug

Hunderte Vögel im südafrikanischen Winterquartier erbeutet

In Afrikas Seen und großen Flüssen ist der Tigerfish oder Tigersalmler weit verbreitet. Hinsichtlich der Ernährung sind die bis zu einen Meter großen Fische wenig wählerisch. Verspeist wird alles, was vor die scharfen Zähne kommt, in der Regel Fische und Krustentiere. Erstmals wurde nun nachgewiesen und im Film festgehalten, dass zur Beute des Tigersalmlers auch über das Wasser fliegende Rauchschwalben gehören. (more…)

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Viren lassen Flamingo-Population in Afrika verschwinden

Ein Team um  den Virenökologen Peter Peduzzi und den Algenforscher Michael Schagerl, beide von der Universität Wien, fand die Ursache für das massenhafte Verschwinden der  in den Sodaseen des ostafrikanischen Rift Valley beheimateten Flamingo-Populationen. Hauptnahrung der Flamingos sind Cyanobakterien, sogenannten Blaualgen. Werden die Blaualgen von Viren befallen, was von Zeit zu Zeit geschieht, verschwinden damit auch hunderttausende Flamingos. Die Wissenschafter publizieren zu den Ursachen dieses Kaskadeneffekts aktuell im renommierten Fachjournal der Nature Publishing Group “The ISME Journal”.

In den im ostafrikanischen Rift Valley gelegenen Sodaseen – der bekannteste ist der im Lake-Nakuru-Nationalpark in Kenia gelegene Nakurusee – leben 1,5 bis 2,5 Millionen kleine Flamingos (Phoeniconaias minor). Das sind etwa 75 Prozent des weltweiten Vorkommens dieser bedrohten Art. “Wenn an diesen Seen Massen von Flamingos dicht an dicht gedrängt im seichten Wasser umherstapfen und nach Nahrung suchen, ist das ein wirklich beeindruckendes Naturspektakel. Die Hauptnahrungsquelle der Flamingos ist die schnellwüchsige und in Massen vorkommende Blaualge, auch Cyanobakterium (Arthrospira fusiformis) genannt, die den Vögeln auch ihre rosa Farbe gibt”, so Peter Peduzzi, weltweit renommierter Virenökologe vom Department für Limnologie und Ozeanographie der Universität Wien. Er arbeitet seit über 20 Jahren als mikrobieller Ökologe an der Bedeutung von Viren in aquatischen Systemen. (more…)

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“Goldener” Reis – eine gefährliche Illusion: Mit bewährten Methoden gegen Vitamin A-Mangel

Die mangelhafte Versorgung mit dem wichtigen Nährstoff Vitamin A ist eines der bedeutendsten Ernährungsprobleme in vielen Ländern vor allem Afrikas und Südostasiens. Hier fehlt zahlreichen Menschen der Zugang zu Lebensmitteln, die ausreichend Beta-Carotin (Pro-Vitamin A) enthalten, das der Körper zu Vitamin A umwandelt. Vitamin-A-Mangel kann zu Erblindung und Tod führen, vor allem Kinder sind betroffen.

Dagegen gibt es bereits bewährte und einfache Strategien: Dazu zählen die Verteilung von Präparaten, einfache Beimischungen in Grundnahrungsmittel und Gärten in armen Bezirken, um Obst und Gemüse zu erzeugen. Doch ungeachtet dessen verspricht die Biotech-Industrie seit mehr als 20 Jahren Abhilfe. Genmanipulierter Reis soll das Problem lösen. Immer deutlicher wird: Der sogenannte “goldene” Reis ist ein riskanter und untauglicher Ansatz für die Lösung eines Problems, das längst behoben sein könnte und eine denkbar einfache Antwort kennt: Vielfalt. (more…)

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Gewinner und Verlierer 2013

WWF stellt animalische Jahresbilanz für den Artenschutz vor

Für Löwen, Elefanten, Nashörner, Finnwale und Pinguine war 2013 laut WWF-Jahresbilanz kein gutes Jahr. „Das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier dauert an. Und der Mensch ist der Verursacher“, warnt daher Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland anlässlich des Jahreswechsels. „Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse. Eine Folge davon ist der dramatische, immer weiter voranschreitende Verlust der Artenvielfalt.“ Lebensraumzerstörung, Überfischung und Klimawandel machten deutlich, dass die Menschheit ihr Naturkapital leichtfertig verspiele. Auch die Wilderei habe 2013 erneut zahlreichen Arten wie Elefanten und Nashörnern massiv zugesetzt. (more…)

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Jedes dritte Kind besitzt keine Geburtsurkunde

Kindern drohen grosse Nachteile, wenn sie ihre Geburt und damit ihr Alter nicht nachweisen können. Die Unicef schlägt Alarm.

Im östlichen und südlichen Afrikas sowie im südlichen Asien hat sogar die Mehrheit der Kinder keinen Geburtsschein. Sie sind amtlich nicht registriert. Auf die vielen Nachteile, welche den Kindern daraus entstehen, macht ein kürzlicher Bericht der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef aufmerksam.

Die Geburtsurkunde ist ein verbrieftes Recht jeden Kindes, das im Übereinkommen über die Rechte des Kindes, kurz UN-Kinderrechtskonvention (englisch Convention on the Rights of the Child, CRC), ist seit 1990 festgeschrieben ist. Nur die USA und Somalia habe die Konvention nicht unterzeichnet. In Artikel 7 ist das Recht des Kindes auf en Geburtsregister wie folgt definiert: (more…)

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Greenpeace-Report: Umgeflaggt statt abgewrackt

Überfischung der Meere und Überkapazitäten von Fangflotten hängen eng zusammen. Die gesamte EU-Flotte etwa fischt in vielen Fischereien noch zwei bis drei mal soviel, wie nachhaltig wäre. Maßnahmen der EU, diese Überkapazitäten einzudämmen, sind bisher erfolglos. Der Greenpeace-Report “Exporting Exploitation”, also “Export der Ausbeutung”, berichtet über ausrangierte Fangschiffe und die widersprüchliche Fischfangpolitik der EU.

Ein Paradebeispiel misslungener Fischereipolitik gibt Schweden ab. Dort wird seit 2009 das sogenannte System individuell übertragbarer Quoten (ITOs) angewandt. Es erlaubt Fischern, ihre Überschüsse zu verkaufen und sich aus unrentablen Fischgründen zurückzuziehen. Ihre ausrangierten Schiffe werden zum Teil ins Ausland verkauft. Während sich die Flotte in Schweden also durchaus verkleinert (seit Einführung des Systems befinden sich 39 Fangfahrzeuge nicht mehr in der schwedischen Fischereiflotte), werden Überkapazitäten einfach exportiert. (more…)

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