Tag Archives: asien

Ein Leben im Bambusrohr

Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts in Frankfurt haben in einer Langzeitstudie die Ökologie in Bambus lebender Bohrfliegen untersucht. Sie entdeckten dabei erstaunliche Details zur Lebensweise der Tiere und konnten widerlegen, dass der Bambus durch die Bohrfliegen schwer geschädigt wird. Die Studie ist im Jahrbuch der „Entomological Society of America“ erschienen.

Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt. Besonders in Asien ist er – nicht zuletzt wegen dieser Eigenschaft – ein beliebter Rohstoff. Doch nicht nur Menschen nutzen die stabilen Halme des Riesengrases: Er bietet auch Lebensraum für eine vielfältige Insektenfauna. (more…)

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Komplizierte Familienbande – Neue Erkenntnisse zur Evolutionsgeschichte der Bären

Das Erbgut bringt es an den Tag: Einige Bärenarten, die heute entweder in Amerika oder in Asien vorkommen und sich stark unterscheiden, haben sich im Laufe ihrer Geschichte miteinander gekreuzt, berichtet ein Team des Frankfurter LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), der Goethe Universität und des US Wildlife Service. Möglich wäre dies gewesen, weil früher die Beringiabrücke die Verbreitungsgebiete dieser Arten miteinander verband. Das Team hatte für die großangelegte Studie Teile des Erbguts aller heute noch existierenden Bärenarten verglichen. Die Ergebnisse wurden vor kurzem im Fachjournal Molecular Biology and Evolution veröffentlicht.

Ob aus Naturdokumentationen oder dem Zoo – jeder kennt Braunbären, Eisbären und Pandas. Es gibt jedoch etliche weitere Bärenarten in Asien und Südamerika, die weniger bekannt sind, zum Beispiel den Lippenbär, den Kragenbär oder den Brillenbär. Trotz langjähriger Forschung sind die genauen Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den insgesamt acht heute weltweit noch vorkommenden Bärenarten nach wie vor unklar. (more…)

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Hühnerstall statt Regenwald

WWF-Report: Sojaproduktion hat sich verzehnfacht. / WWF kritisiert „Regenwald-Soja“ in deutschen Ställen

In den vergangenen fünfzig Jahren wurde die Sojaproduktion von 27 Millionen Tonnen auf 269 Millionen Tonnen gesteigert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle WWF-Analyse des globalen Sojahandels.  Demnach wird heute auf einer Fläche von einer Million Quadratkilometern Soja angebaut – das entspricht Frankreich, Deutschland, Belgien und die Niederlanden zusammengenommen. Nur etwa 6 % der globalen Sojaernte wird direkt als Lebensmittel verzehrt, und zwar vor allem in Asien. (more…)

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Entdeckt: Camilo IV, Engmaulfrosch

Sechsjähriger Kolumbianer entdeckt neue Froschart im Swimming-Pool

Der sechsjährige Camilo hat im Nord-Osten Kolumbiens einen neuen Frosch entdeckt. Der Junge fischte das Tier ausgerechnet aus dem elterlichen Swimming Pool. Zufällig war auf der Farm eine WWF-Expedition zu Gast. Die Forscher waren für eine zoologische und botanische Bestandsaufnahme in der Region im Orinoco Becken unterwegs. Dabei untersuchten sie das Vorkommen bestimmter Tiere und Pflanzen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen im Vergleich zu naturbelassenen Arealen. Die WWF-Biologen stutzten beim Anblick des Minifrosches, der gerade einmal zwei Zentimeter misst. Eine genauere Prüfung ergab, dass es sich um eine bislang unbekannte Art handelt. (more…)

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Mode hat ein schmutziges Geheimnis

Egal, ob billig oder teuer: Kleidung geht während der Produktion mit vielen gefährlichen Chemikalien auf Tuchfühlung. Diese Stoffe landen nicht nur in der Kleidung.

Die Abwässer der Textilfabriken vergiften vor allem Flüsse und Trinkwasser. Etwa zwei Drittel der chinesischen Gewässer sind bereits mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie. Allein in China haben 320 Millionen Menschen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser. (more…)

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Sturmfluten bedrohen Küstenregionen

Durch den Klimawandel und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels drohen den Küstenregionen Schäden in Billionenhöhe. Das zeigt eine Studie, an der der Klimaforscher Benjamin Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik mitgearbeitet hat. Schnelles Handeln sei vor allem in den Regionen Asiens und Afrikas erforderlich.

Falls keine Anpassungsmaßnahmen getroffen werden, droht Ländern mit Küstenregionen ein massiver Anstieg der Schäden durch Sturmfluten, von heute 10 bis 40 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf bis zu 100.000 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Das geht aus einer aktuellen Studie unter der Führung des Berliner Global Climate Forum hervor, die in dieser Woche in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen ist. Erstmals legt diese Studie globale und umfassende Simulationsergebnisse über die von künftigen Sturmfluten verursachten Schäden an Gebäuden und Infrastruktur vor. Der mögliche drastische Anstieg der Schäden geht dabei einerseits auf den steigenden Meeresspiegel und andererseits auf die erwartete  Bevölkerungsentwicklung in den Küstenregionen zurück. Von letzterem sind vor allem Asien und Afrika mit ihren schnell wachsenden Küstenmetropolen wie Schanghai, Manila oder Lagos betroffen. (more…)

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Die Revolution des Kleinen Prinzen

Parteichef Xi Jinping hat zehn Jahre Zeit, seine ehrgeizigen Reformziele zu verwirklichen. Zum Wohl Chinas und der Welt.

Kaum vom 3. Plenum des 18. Zentralkomitees der KP im November verabschiedet, nehmen die chinesischen Reformen langsam Gestalt an. Chinesische Kommentatoren vergleichen schon jetzt 3/18 mit 3/11. Hinter den in China beliebten Kurzformeln verbirgt sich stets Wichtiges. Am 3. Plenum des 11. Parteitages nämlich setzte im Dezember 1978 der grosse Revolutionär und Reformer Deng Xiaoping die Wirtschafts-Reform in Bewegung. Dies nach dreissig Jahren Maoismus, einer grossen Hungersnot 1958-69 (45 Millionen Tote), der Katastrophe der Grossen Proletarischen Kulturrevolution 1966-76, nach einer Zeit allgemeiner, kollektivierter und egalitärer Armut. Der Rest ist Geschichte. (more…)

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Mehr Tiger für Asien

Nepal: Bestand um 60 Prozent angewachsen

Aktuellen Bestandsschätzungen zufolge ist es in Nepal gelungen den Tigerbestand seit 2009 um etwa 60 Prozent auf heute knapp 200 Tiere zu erhöhen. Das teilte die Regierung in Kathmandu anlässlich des Internationalen Tages des Tigers am 29. Juli mit. Begründet wird der Anstieg durch ein Anwachsen der Tigerzahl, aber auch verbesserte Zählmethoden.  

Die Umweltschutzorganisation WWF lobt die intensiven Schutzbemühungen Nepals und forderte zugleich von den weiteren zwölf asiatischen Staaten, in denen heute wild lebende Tiger vorkommen, ebenfalls umfassende und wissenschaftlich fundierte Bestandszählungen. Nur auf diese Weise lasse sich seriös überprüfen, ob die Schutzbemühungen und der Kampf gegen die Wilderei erste Erfolge zeigten. Vor drei Jahren hatte sich die internationale Staatengemeinschaft in der Deklaration von St. Petersburg verpflichtet, bis 2022 die Zahl der wild lebenden Tiger zu verdoppeln und dazu umfassende Naturschutzmaßnahmen umzusetzen.   (more…)

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