Tag Archives: deutschland

Weltmärkte für Nahrungsmittel: Klimawandel größerer Preistreiber als die Bioenergie

Für eine Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen wird zum Erreichen des 2 Grad-Ziels wahrscheinlich ein erheblicher Anteil Bioenergie im Energiemix der Zukunft benötigt. Trotz mancher Risiken wären die Auswirkungen einer steigenden Nachfrage nach Bioenergie auf die Weltagrarmärkte weit geringer als die durch einen ungebremsten Klimawandel. Das zeigt nun eine Studie, die unter der Leitung von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung veröffentlicht wurde. Während die Agrarpreise durch direkte Klimawirkungen auf Ernteerträge bis 2050 um etwa 25 Prozent höher wären als in einem Szenario ohne Klimawandel, würde eine hohe Nachfrage nach Bioenergie in einem Szenario mit ambitioniertem Klimaschutz die Preise nur um etwa 5 Prozent steigen lassen. (more…)

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HELGA vs. BENJAMIN – ein “trübes” Pärchen

Es ist nur wenige Tage her, dass ich in einer Frittenbude entspannt
eine Zwischenmahlzeit konsumierte, als am Nebenstehtisch plötzlich
jemand blökt: “So ein Scheißwetter!” – Was war passiert? Eigentlich
nichts. Bedeckter Himmel mit Wolkenuntergrenze bis fast zu den
Schuhsohlen (was nicht nur akademisch, sondern auch praktisch “Nebel”
bedeutet), dazu anhaltender Nieselregen und 5 Grad plus.
“Scheißwetter” eben, was auch der Verfasser – von Berufs wegen
eigentlich zur Neutralität verpflichtet – so gesehen hat. Nun könnten
kritische und besonders wetterresistente Zeitgenossen einwerfen, was
man sich denn aufrege. Richtig, der genannte Wetterzustand ist in
unseren Breiten per se keine Besonderheit. Das Problem ist nur (und
das ging offensichtlich auch dem Frittenbudenbesucher auf den Geist):
Dieses Wetter stellt im Winter 2013/14 in einigen Regionen fast schon
die Regel dar. (more…)

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Die Halbzeitbilanz des Januars – Winter?

Die erste Hälfte des Januars 2014 geht allmählich vorüber und die
erste Bilanz stellt sich alles andere als winterlich dar.
Die landesweite Mitteltemperatur lag bis zum 14. Januar 2014 bei 4,7
Grad. Bei einem vieljährigen Mittel von -0,6 Grad ergibt sich somit
eine positive Abweichung von +5,2 Grad. Die größten Abweichungen zum
vieljährigen Mittelwert wurden in Thüringen, Brandenburg und Berlin
mit +5,8 Grad notiert. Nordrhein-Westfalen stellt mit einer
Durchschnittstemperatur von 6,4 Grad das aktuell wärmste Bundesland
in Deutschland dar. Das “kälteste” Bundesland bis zum 14. Januar 2014
ist Bayern mit einer mittleren Temperatur von 2,8 Grad, was immerhin
noch eine positive Abweichung von +4,7 Grad bedeutet. Dies stellt
zugleich die geringste positive Abweichung aller Bundesländer dar.
Die wärmste Station ist derzeit Geilenkirchen, wo ein Januarmittel
von 8,1 Grad (langjährige Mittel 2,1 Grad) vorliegt. Am kältesten war
es bisher an der Wetterstation Reit im Winkel (685 m ü. NN) in Bayern
(nur Stationen unterhalb 700 m berücksichtigt), wo eine
Mitteltemperatur von 0,0 Grad erreicht wurde. Bemerkenswert sind auch
die lediglich 4,7 Frosttage im Mittel über alle Messstationen des
Deutschen Wetterdienstes. (more…)

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Maue Bilanz bei den Schneedeckentagen

Der 45. Tag des meteorologischen Winters (der am 1. Dezember 2013
begann) ist am heutigen Dienstag angebrochen. Eine Halbzeitbilanz in
Sachen Winterwetter fällt äußerst mau aus. So meldeten viele
Stationen in Deutschland bisher keinen einzigen Tag mit einer
geschlossenen Schneedecke. Einige Stationen haben in diesem Winter
sogar nicht mal eine einzige Schneeflocke zu Gesicht bekommen. (more…)

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Inakzeptable Hormon-Anwendungen in der Schweinezucht. Bundesagrarminister Friedrich muss Einsatz verbieten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich aufgefordert, den Einsatz von Hormonen zur Leistungssteigerung in der Ferkelzucht zu verbieten. Die systematische Anwendung von Hormonpräparaten insbesondere in größeren Schweineställen diene vor allem dazu, den Betreuungsaufwand der Muttertiere zu verringern und die Ferkelanzahl zu erhöhen, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Dies sei weder mit dem Tierschutz noch mit dem Schutz der Umwelt vor dem Eintrag risikobehafteter Stoffe zu vereinbaren, sagte Weiger. (more…)

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Wo bleibt die russische ´Kältepeitsche´?

Der Winter der letzten Tage erinnerte doch eher an den Frühling als
den Winter. Am Donnerstag noch wurden am Fuße des Schwarzwaldes in
Ohlsbach und Buchenbach noch Werte bis 17 Grad erreicht und in weiten
Teilen Deutschlands setzte durch die hohen, meist zweistelligen
Temperaturen der Flug von Erlen- und Haselnusspollen ein, ganz zum
Missfallen der Allergiker. (more…)

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Gen-Mais: Lackmustest für Minister Friedrich

Bis Anfang Februar müssen Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich und seine europäischen Kollegen darüber abstimmen, ob sie eine neue Gen-Pflanze zulassen. Es wäre die erste Zulassung seit drei Jahren. Für alle Verbraucher, aber auch für den just ernannten Minister eine wichtige Entscheidung: Ebnet Friedrich mit einer Enthaltung oder gar einem “Ja” der Gentechnik den Weg auf Europas Äcker? Oder stellt er sich mit einem klaren “Nein” hinter die Interessen der Verbraucher?

Verstecken gilt nicht. Auch wenn die EU-Kommission offenbar dabei helfen will. Eigentlich sollten Europas Landwirtschaftsminister Ende Januar auf ihrer Ratssitzung über die Zulassung des Gen-Maises 1507 abstimmen. Jeder hätte dann gewusst, welches Land dafür und welches dagegen votiert – und wer sich enthält. Doch die Sitzung wurde abgesagt. Jetzt wird schriftlich und damit entsprechend diskret abgestimmt. Hans-Peter Friedrich darf sich nicht hinter diesem Verfahren verstecken. Deutschlands neuer Landwirtschaftsminister muss offen und deutlich mit “Nein” stimmen. Nur so kann er zeigen, dass er die Risiken, die von in Europa ungewollten Gen-Pfanzen ausgehen, erkannt hat und auch entsprechend handelt. Erhielte der Gen-Mais jetzt eine Anbauzulassung, würde dies weiteren Gen-Pflanzen die Tür nach Europa öffnen. (more…)

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Der Dezember 2013 im globalen Überblick

Das Wetter im Dezember 2013 kann, was Deutschland angeht, durchaus
als “ungewöhnlich” bezeichnet werden. Mit durchschnittlich nur 42
l/m² fiel er deutlich zu trocken aus (im vieljährigen Klimamittel
sind es 70 l/m²). Zudem leistete die Sonne ganze Arbeit und bescherte
uns – gemittelt über alle Stationen – 52 Stunden (Klimamittel 38
Stunden). Dabei war es im Alpenvorland mit bis zu 140 Stunden am
sonnigsten, das Nachsehen hatte man im hohen Norden. So konnten Teile
Schleswig-Holsteins nicht einmal 10 Stunden auf dem
“Sonnenscheinkonto” verbuchen. (more…)

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