Rekordtemperaturen und Überschwemmungen – Superlative in immer kürzeren Intervallen. Und der Mensch hat das zum größten Teil selbst zu verantworten.
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die Erde erwärmt sich weiterhin in einem rasanten Tempo und die Meeresspiegel steigen stärker an als bisher prognostiziert. Das besagt der jüngste Report des sogenannten Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change), der am Freitag, dem 27. September in Stockholm veröffentlicht wurde. (more…)
Wir Deutsche essen sehr viel Fleisch. Das hat Folgen. Intensivtierhaltung ist bei uns längst die Regel. Dabei werden die Tiere den Bedingungen angepasst und nicht umgekehrt. Auf einem Biohof dagegen zählen die Bedürfnisse der Tiere. Bio-Fleisch ist auch besser für das Klima – und für unser Trinkwasser.
Hausschweine haben einen großen Bewegungsdrang und sind sehr reinlich und neugierig. Bio-Bauern berücksichtigen das und bemühen sich um eine tiergemäße Haltung. Ihre Schweine bekommen Stroh als Spielzeug, zum Nestbau und zum Wühlen. Liege- und Kotplätze sind voneinander getrennt. Bioschweinen steht ein Auslauf im Freien zur Verfügung, wo sie Regen, Sonne, Wind und Gerüche erleben können – im Gegensatz zur reizarmen Umgebung eines konventionellen Stalls. Außerdem stärkt das ihr Immunsystem und sie brauchen weniger oder keine Antibiotika. (more…)
Kernforderungen des NABU für die Umwelt- und Naturschutzpolitik in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestags.
1. Biologische Vielfalt wirksam schützen
Das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu stoppen, ist klar gescheitert und durch die europäischen Staats- und Regierungschefs auf 2020 verschoben worden. Um dieses Ziel nun tatsächlich erreichen zu können, muss das Bundesprogramm Biologische Vielfalt finanziell gestärkt und bis zum Jahr 2016 auf ein Volumen von 100 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Programm ist zudem so zu entwickeln, dass die relevanten Akteure bei der Umsetzung prioritärer und besonders dringlicher Naturschutzaufgaben wirksam unterstützt werden können.(more…)
Bundesweite Umfrage zeigt überwältigende Ablehnung der schmutzigen Energie
Cottbus, 17.9.2013 – Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen weitere Braunkohle-Tagebaue aus. 83 Prozent halten neue Tagebaue für nicht zu verantworten, wenn Schäden für Natur und Umwelt groß sind. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die Emnid zwischen dem 5. und 9. September im Auftrag der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace durchgeführt hat.
Befragt wurden bundesweit 1027 Menschen. Die Ablehnung ist in den ostdeutschen Bundesländern, die über große Braunkohlereviere verfügen, in etwa so hoch wie in Westdeutschland. “Das Zeitalter der Braunkohle ist vorbei. Vattenfall darf das nicht ignorieren und muss alle weiteren Tagebaupläne sofort stoppen”, fordert Niklas Schinerl, Energieexperte bei Greenpeace. (more…)
WWF-Studie: 10-Punkte-Plan für klimafreundlichen Urlaub am Wattenmeer
Hamburg/Husum – Ein Urlaub an der Nordseeküste ist zwar weit klimafreundlicher als eine Flugreise in entfernte Weltregionen, dennoch ist die Klimabelastung noch viel zu hoch. Das geht aus einer heute vom WWF veröffentlichten Machbarkeitsstudie zu klimafreundlichem Tourismus in der Wattenmeer-Region hervor. Eine jährliche Belastung von 1,5 Mio. t CO2-Äquivalenten durch den in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden stattfindenden Wattenmeer-Tourismus ermittelt die vom Kieler „Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa“ durchgeführte Studie. Dies entspricht 148 kg CO2-Äquivalenten pro Urlaubsreise bzw. 15 kg CO2-Äquivalenten pro Person und Urlaubstag. Von „klimaneutral“ ist der Urlaub am Wattenmeer also noch weit entfernt. Für die Umweltschützer liegt die Lösung jedoch nicht im Verzicht auf den Nordseeurlaub: In einem 10-Punkte-Plan schlägt der WWF vor allem Umstellungen im Verkehrsbereich, energetische Gebäudesanierung, Nutzung erneuerbarer Energien, Transparenz beim CO2-Verbrauch der touristischen Angebote, eine bevorzugt regionale Verpflegung der Gäste, sowie eine bessere Kooperation der Akteure vor. (more…)
NABU fordert Landesregierung auf, konkrete Maßnahmen zu treffen
Seit 2011 weiß man von mindestens einem in den Vogesen ansässigen Wolfspaar. Nun hat das Wolfspaar im Elsass Nachwuchs bekommen: Wildhüter hatten Ende August nachts Laute von Wolfsjungen vernommen. Junge Wölfe sind in ihrem Versuch, die Laute der Eltern zu imitieren, eindeutig zu identifizieren.
„Der aktuelle Welpennachweis im Elsass ist die Gründung des derzeit nördlichsten Rudels der Alpenpopulation. Es ist Zufall, dass es westlich des Rheins wandert und nicht östlich, also im deutschen Schwarzwald“, erklärt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Die Wildhüter gehen von einem Wurf von vier bis sechs Welpen aus. Genaueres lässt sich aber voraussichtlich erst im Winter sagen, wenn die Jungtiere im Schnee Spuren hinterlassen. (more…)
Nicht alle wollen die Biene schützen: Bayer und Syngenta klagen gegen das Pestizidverbot der EU, in Deutschland hat Ilse Aigner (CSU) als Bundeslandwirtschaftsministerin versagt. Greenpeace-Aktivisten protestieren dagegen in München mit einem großen Plakat. Eine Fotomontage zeigt, wie Aigner inmitten eines Rapsfeldes steht und lächelnd Pestizide versprüht.
“Die Industrie bestreitet die nachgewiesene Bienengefährlichkeit der Pestizide”, sagt Dirk Zimmermann. “Unabhängig vom Rechtsstreit zwischen Industrie und EU fordern wir von der nächsten Bundesregierung ein wasserdichtes nationales Verbot der Bienenkiller.” (more…)
NABU und UVP-Gesellschaft fordern EU-weite Umweltstandards
Am 31. August 2013 findet bundesweit der erste Anti-Fracking-Tag statt. Unter dem Motto „Keine Stimme für Fracking – No Vote for Fracking” werden in zahlreichen Regionen in Deutschland Bürgerinitiativen auf die Straße gehen, um sich gegen die Ausbeutung unkonventioneller Erdgasvorkommen mittels Fracking zur Wehr zu setzen.
Aus Sicht des NABU und der UVP-Gesellschaft (Gesellschaft für die Prüfung der Umweltverträglichkeit) stellt die Methode, Erdgasvorkommen mittels Tiefbohrungen und dem Einsatz von Chemikalien zu gewinnen, eine erhebliche Bedrohung für Mensch und Natur dar. „Fracking ist klima- und energiepolitisch verzichtbar, zu wirtschaftlichen Kosten nicht vertretbar und angesichts der Wissenslücken über die Auswirkungen der Technik für Mensch und Natur ein Roulettespiel“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) und das Umweltbundesamt (UBA) sehen diese Methode wegen ungeklärter Risiken für die Umwelt kritisch. (more…)