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Eiszeitfigur vervollständigt

Archäologen ergänzen nach neuen Funden eine der 40.000 Jahre alten Löwendarstellungen ‒ Figur im Museum der Universität Tübingen MUT ausgestellt

Wissenschaftlern der Universität Tübingen ist es gelungen, eine weitere eiszeitliche Elfenbeinfigur aus der Vogelherd-Höhle zu vervollständigen. Die Tierfigur, die vor 40.000 Jahren aus Mammut-Elfenbein geschnitzt und 1931 bei Ausgrabungen entdeckt wurde, konnte nun mit einem Teil des Kopfes ergänzt werden. Die vollständige Eiszeitskulptur ist ab 30. Juli 2014 im Museum der Universität Tübingen MUT zu sehen. Die Entdeckung erscheint, ebenfalls am 30.Juli, in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg“. (more…)

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Fische aus der Tiefe fluoreszieren stärker als ihre Artgenossen dichter an der Wasseroberfläche

Forschergruppe der Universität Tübingen untersucht die ökologische Funktion roter Leuchtsignale im Riff

Viele Arten von Meeresfischen fluoreszieren rot und können rotes Licht wahrnehmen. Das war lange übersehen worden, da sie häufig in Tiefen leben, in denen das Rot aus dem Tageslicht von den oberen Wasserschichten absorbiert wird und nicht zu sehen ist. Man ging fälschlicherweise davon aus, dass Wellenlängen im Rotbereich unterhalb einer Tiefe von etwa zehn Metern keine Rolle mehr spielen. Professor Nico Michiels vom Institut für Evolution und Ökologie der Universität Tübingen, der das Phänomen der roten Fluoreszenz bei Meeresfischen entdeckte und mit seinem Team erforscht, beschreibt nun ein neues Detail, das Aufschluss über die Funktion des Leuchtens geben könnte. Die Forscher untersuchten acht verschiedene fluoreszierende Fischarten, die bei Sulawesi in Indonesien, bei Korsika und im Roten Meer gefangen wurden. Dabei ergab sich beim Vergleich von Individuen, die in fünf und in 20 Meter Tiefe am gleichen Fangplatz lebten, ein unerwartet starker Effekt: Sechs von acht Arten fluoreszieren deutlich stärker in tieferem Wasser als dichter unter der Wasseroberfläche – obwohl sie zur gleichen Art am gleichen Ort gehören. (more…)

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Bitte nicht stören! – Wie das Gehirn Ablenkungen ausblendet

Tierphysiologen der Universität Tübingen erforschen Strategien, die das Arbeitsgedächtnis vor Störreizen schützen

Wer gerade eine Nummer aus dem Gedächtnis ins Telefon eintippt, muss sich besonders stark konzentrieren, wenn plötzlich eine beliebige Zahl dazwischen gerufen wird. In solchen Situationen muss unser Gehirn den Störreiz so gut es geht ignorieren, um wichtige Informationen nicht aus dem Arbeitsgedächtnis zu verlieren. Um zu untersuchen, wie dem Gehirn dies gelingt, brachten Neurobiologen der Universität Tübingen Rhesusaffen in eine vergleichbare Situation: Die Tiere mussten sich die Anzahl an Punkten in einem Musterbild merken und wenig später wiedergeben. Während der Merkphase wurde kurz ein Störreiz präsentiert, der eine andere Anzahl anzeigte. Obwohl es den Affen gelang, diesen Störreiz weitgehend zu ignorieren, wurden sie doch abgelenkt und verschlechterten sich in ihren Gedächtnisleistungen. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler vom Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Andreas Nieder in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Neuron.   (more…)

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Wie Krähen Bilder im Kopf behalten

Tierphysiologen der Universität Tübingen identifizieren Gedächtniszellen, mit denen Rabenvögel Gesehenes im Arbeitsgedächtnis speichern – ganz ohne Großhirnrinde

Ein gut funktionierendes Arbeitsgedächtnis für die kurzfristige Speicherung und Verarbeitung von Informationen ist eine wichtige Grundlage der Intelligenz. Ohne Arbeitsgedächtnis als einer Art „geistigen Notizblock“ könnten wir keiner Unterhaltung folgen, Kopfrechnen oder „Memory“ spielen. Im Tierreich sind Rabenvögel bekannt für ihre Schläue, denn sie besitzen ein gut funktionierendes Arbeitsgedächtnis. Doch überraschenderweise hat ihr ansehnlich entwickeltes, aber grundsätzlich anders aufgebautes Endhirn keine Großhirnrinde, die bei uns Menschen und anderen Säugetieren das Arbeitsgedächtnis hervorbringt. Wie gelingt es Rabenvögeln, wichtige Informationen im Gedächtnis zu behalten? (more…)

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Tübinger Forscher entdecken Pilzart mit Potenzial als Biodünger

Die in Europa weit verbreitete Art Serendipita herbamans lebt in Symbiose mit Wurzeln zahlreicher Pflanzen und fördert ihr Wachstum auch unter Laborbedingungen

Forscher der Universität Tübingen haben eine bislang unbekannte, mikroskopisch kleine Pilzart entdeckt, die bei bestimmten Pflanzen das Wachstum fördert. „Diese in Europa heimische Pilzart hat das Potenzial, als Biodünger zur Ertragssteigerung von Nutzpflanzen wie zum Beispiel Weizen oder Mais in der Landwirtschaft beizutragen“, sagt Dr. Sigisfredo Garnica vom Institut für Evolution und Ökologie. (more…)

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Ideengeber aus der Natur

Forscher der Universität Tübingen an neuem Sonderforschungsbereich Transregio zur Bionik beteiligt

Materialien, Strukturen und Prozesse nach dem Vorbild der Natur könnten Architektur und Bauwesen in den kommenden Jahrzehnten revolutionieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Stuttgart und Freiburg wollen Tübinger Forscher in den kommenden Jahren hier grundlegende Fragen klären. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat kürzlich den neuen Sonderforschungsbereich Transregio (SFB TRR) „Biological Design and Integrative Structures“ bewilligt, an dem die Universität Tübingen beteiligt ist. Die DFG fördert den SFB TRR, der von der Universität Stuttgart koordiniert wird, in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 9,3 Millionen Euro. (more…)

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Exotisches Teilchen bestätigt

Tübinger Forscher: Bei Experimenten mit dem COSY-Beschleuniger Quarks im Sechserpack nachgewiesen

Über Jahrzehnte haben Physiker vergeblich nach exotischen Bindungszuständen gefahndet, die aus mehr als drei Quarks bestehen. Wissenschaftler der Universität Tübingen waren an einem Experiment am Jülicher Beschleuniger COSY beteiligt, das nun zeigt: In der Natur kommen tatsächlich derartige komplexe Teilchen vor. Ihre Erkenntnisse hat die WASA-at-COSY Kollaboration in der Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.   (more…)

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Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht

Tübinger Wissenschaftler erforschen die Wanderungswellen des frühen Menschen

Der anatomisch moderne Mensch hat sich von Afrika aus in mehreren Wanderungswellen nach Asien und Europa ausgebreitet. Die ersten Vorfahren heutiger Menschen nahmen dabei wahrscheinlich schon vor rund 130.000 Jahren eine südliche Route über die Arabische Halbinsel in Richtung Asien. Zu diesem Ergebnis kommen Professorin Katerina Harvati und ihre Mitarbeiter vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen und dem Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität von Ferrara, Italien, und dem Nationalmuseum für Naturgeschichte, Frankreich. (more…)

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