Category Archives: Science

Konfrontation oder unterlassene Hilfeleistung?

Erstmals beobachtetet ein internationales Team, bestehend aus einer Wissenschaftlerin aus Köln und zwei Wissenschaftlern aus Innsbruck und Abu Dhabi, das Verhalten von Menschen bei Bestrafung gegenüber Fremden. In einem Aufsatz über direkte und indirekte Bestrafung, erschienen im Magazin PNAS, zeigen sie, dass beide Formen im Feld eine große Rolle spielen.

Loukas Balafoutas von der Uni Innsbruck, Nikos Nikiforakis aus Abu Dhabi und Bettina Rockenbach von der Uni zu Köln arbeiten zu Fragen rund um das Thema Kooperation. „Die Grundannahme ist, dass Menschen, im Gegensatz zu Tieren, sehr viel miteinander kooperieren und das nicht nur innerhalb kleiner Gruppen, sondern auch mit Fremden“, erläutert der Wissenschaftler Loukas Balafoutas die theoretische Basis. In dem aufwändig konzipierten Feldexperiment möchten die Ökonomin und die beiden Ökonomen herausfinden, warum Menschen ihnen fremde Personen für Normverletzungen bestrafen und wie sie das tun. Zwei mögliche Vorgehensweisen werden dabei in den Fokus gerückt: „Die Möglichkeiten einer direkten und einer indirekten Bestrafung interessieren uns dabei besonders“, so Balafoutas. (more…)

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Versorgungsroute für die Entstehung von Planeten in einem Doppelsternsystem entdeckt

ALMA beobachtet Ezechiels „Rad im Rad” aus Staub und Gas

Wissenschaftler haben mit ALMA zum ersten Mal einen Gastrom beobachtet, der von einer massereichen äußeren Scheibe hin zu den inneren Bereichen eines Doppelsternsystems fließt. Dieser noch nie zuvor dokumentierte Vorgang könnte dafür sorgen, dass eine zweite kleinere planetenbildende Scheibe, die ansonsten vor langer Zeit verschwunden wäre, aufrecht erhalten wird. Die Hälfte aller sonnenähnlichen Sterne werden in Doppelsternsystemen geboren, was zur Folge hat, dass diese neuen Befunde massive Auswirkungen auf die Exoplanetensuche haben werden. Die Forschungsergebnisse werden am 30. Oktober 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. (more…)

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Forscher enthüllen rasend schnellen, hocheffizienten Filtermechanismus in lebenden Zellen

Ionenkanäle sind von großer Bedeutung, wenn es darum geht, Informationen zwischen lebenden Zellen weiterzuleiten oder Funktionen wie die Herzfrequenz zu steuern. Forscher am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und an der Universität Göttingen haben mit britischen Kollegen nun aufgeklärt, was Kaliumkanäle zu hocheffizienten Filtern macht. Wie sie herausfanden, liegt dem sehr schnellen Durchtritt der Ionen – anders als bisher gedacht – ein rein physikalisches Prinzip zugrunde. Die Ergebnisse der Forscher stellen das bisherige Wissen zur Funktionsweise solcher Kanäle auf den Kopf und helfen zu verstehen, warum bestimmte genetische Veränderungen des Kaliumionenkanals zu Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen führen können.
(Science, 17. Oktober 2014) (more…)

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Bacterial “Communication System” Could Be Used to Stop Spreading and Kill Cancer Cells, MU Study Finds

COLUMBIA, Mo. – Cancer, while always dangerous, truly becomes life-threatening when cancer cells begin to spread to different areas throughout the body. Now, researchers at the University of Missouri have discovered that a molecule used as a communication system by bacteria can be manipulated to prevent cancer cells from spreading. Senthil Kumar, an assistant research professor and assistant director of the Comparative Oncology and Epigenetics Laboratory at the MU College of Veterinary Medicine, says this communication system can be used to “tell” cancer cells how to act, or even to die on command. (more…)

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Die gewaltsame Entstehung von Scheibengalaxien

Neue ALMA-Beobachtungen erklären warum milchstaßenähnliche Galaxien im Universum so häufig vorkommen

Jahrzehntelang glaubten Wissenschaftler, dass die Verschmelzung von Galaxien normalerweise zur Entstehung von elliptischen Galaxien führt. Nun haben Forscher zum ersten Mal mit Hilfe von ALMA und einer Reihe weiterer Radioteleskope einen direkten Beweis dafür gefunden, dass kollidierende Galaxien stattdessen Scheibengalaxien hervorbringen können, und dass dieser Ausgang in der Tat recht häufig ist. Dieses überraschenden Ergebnis könnte erklären, warum es im Universum so viele Spiralgalaxien wie die Milchstraße gibt. (more…)

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Testing Water for Antibiotic-Resistant Bacteria

Antibiotic-resistant bacteria are an important concern for disease prevention in the future. UA doctoral candidate Victoria Obergh is testing Tucson-area wastewater systems to find out where these bacteria can be found 

In the lab, Victoria Obergh transfers bacterial DNA samples into a tray. A graduate student in the University of Arizona’s Department of Soil, Water and Environmental Science, part of the College of Agriculture and Life Sciences, Obergh works with the samples under a sterile hood sporting an ultraviolet light to kill any unwanted DNA. (more…)

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Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt

Tübinger Archäologen erforschen extreme Lebensbedingungen der frühen Südamerikaner

In den südlichen Anden Perus hat ein Archäologenteam unter der Beteiligung von Forschern der Universität Tübingen und dem Senckenberg Center for Human Evolution and Paleoenvironment (HEP) die höchstgelegenen menschlichen Eiszeitsiedlungen der Welt entdeckt. Die Siedlungsplätze liegen etwa 4.500 Meter über dem Meeresspiegel. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass menschliche Behausungen bereits tausend Jahre früher als bisher gedacht in diesen Höhen existierten. Jäger und Sammler haben sich vor rund 12.000 Jahren, im späten Pleistozän, trotz tiefer Temperaturen, hoher Sonneneinstrahlung und niedrigen Sauerstoffwerten in der abgelegenen, baumlosen Landschaft niedergelassen – und das bereits 2.000 Jahre, nachdem die ersten Menschen Südamerika erreichten. (more…)

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Fundamental Chemistry Findings Could Help Extend Moore’s Law

A Berkeley Lab-Intel collaboration outlines the chemistry of photoresist, enabling smaller features for future generations of microprocessors.

Over the years, computer chips have gotten smaller thanks to advances in materials science and manufacturing technologies. This march of progress, the doubling of transistors on a microprocessor roughly every two years, is called Moore’s Law. But there’s one component of the chip-making process in need of an overhaul if Moore’s law is to continue: the chemical mixture called photoresist. Similar to film used in photography, photoresist, also just called resist, is used to lay down the patterns of ever-shrinking lines and features on a chip (more…)

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