Berlin – Die europäische Klimapolitik droht nach Ansicht von Umwelt- und Entwicklungsverbänden bis zur Bedeutungslosigkeit abgeschwächt zu werden. Die neuen Energie- und Klimaziele für 2030, die die EU-Kommission dem Vernehmen nach am Mittwoch vorschlagen will, kämen einer Selbstdemontage der europäischen Klimapolitik gleich, warnen das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Germanwatch, Greenpeace, das katholische Hilfswerk Misereor und der World Wide Fund For Nature (WWF). (more…)
Bekenntnis für mehr Natur zur Grünen Woche gefordert
Am 17. Januar beginnt in Berlin die Internationale Grüne Woche – die Messe rund um Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Aus diesem Anlass fordert der NABU den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich zu einem klaren Bekenntnis für eine naturverträglichere Landwirtschaft auf. „Nitrat und Pestizide im Grundwasser, Vermaisung der Landschaft, Futtermittel-Skandale und Massentierhaltung sowie anhaltender Verlust der Artenvielfalt machen deutlich, dass es ein ‚Weiter so‘ in der Agrarpolitik nicht geben kann“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. (more…)
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich aufgefordert, den Einsatz von Hormonen zur Leistungssteigerung in der Ferkelzucht zu verbieten. Die systematische Anwendung von Hormonpräparaten insbesondere in größeren Schweineställen diene vor allem dazu, den Betreuungsaufwand der Muttertiere zu verringern und die Ferkelanzahl zu erhöhen, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Dies sei weder mit dem Tierschutz noch mit dem Schutz der Umwelt vor dem Eintrag risikobehafteter Stoffe zu vereinbaren, sagte Weiger. (more…)
Evolutionäre Anpassung oder doch eher passive Verbreitung: Was bestimmt die mikrobielle Diversität in der Umwelt? Ein internationales Team um die Mikrobiologen Albert Müller und Alexander Loy von der Universität Wien und dem Österreichischen Polarforschungsinstitut erforschte die Biogeographie von Sporen Hitze liebender Bakterien im kalten Meeresboden und fand Erstaunliches: Physikalische Verbreitungsbarrieren gibt es auch für einzellige Kleinstlebewesen, und sie beeinflussen die lokale Diversität mariner Mikroorganismen. Ihre Arbeit wurde aktuell in der Fachzeitschrift “The ISME Journal” veröffentlicht.
Eisbären gibt es nur am Nordpol. Geographische Verbreitungsbarrieren haben dafür gesorgt, dass sie nie an den Südpol gelangten – wo sie aufgrund der herrschenden Umweltbedingungen durchaus leben könnten. Solche biogeographischen Verbreitungsmuster sind gut dokumentiert für Tiere und Pflanzen, für Kleinstlebewesen wie Bakterien und Archaeen allerdings nicht. Ursprünglich ging man davon aus, dass Mikroorganismen sehr leicht von einem Ort zum anderen transportiert werden, zum Beispiel über Wasser- oder Luftströmungen, und somit eigentlich überall zu finden sein müssten. (more…)
Ob China, Arktis oder Südafrika – und vermutlich auch bei Ihnen zu Hause: PFC-Chemikalien lassen sich weltweit nachweisen. Sie gelangen in Hausstaub, Trinkwasser und Blut, weil sie in großen Mengen in der Textilproduktion eingesetzt werden. Greenpeace wollte wissen, wie viel davon in unserer Outdoor-Kleidung steckt und hat Jacken und Handschuhe ins Labor geschickt.
In allen 17 Produkten wiesen zwei unabhängige Labore per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und andere Schadstoffe nach. An neun der 17 Proben hat Greenpeace erstmals testen lassen, ob die Giftstoffe aus den Textilien auch an die Luft abgegeben werden. Auch das ist der Fall. (more…)
„Green Me“ 2014 bringt die besten Natur- und Umweltfilme auf die Bühne
Kurz vor der Berlinale 2014 wird es wieder grün auf Berlins Leinwänden: Zum „Green Me“ Filmfestival versammeln sich über 20 der besten Natur- und Umweltfilme im Cinemaxx am Potsdamer Platz. Sie konkurrieren am 1. und 2. Februar 2014 um die „Green Me Awards“, die am Vorabend der Berlinale vergeben werden. Rund um das Festival diskutieren Gäste und Regisseure über Nachhaltigkeit im deutschen Film und grüne Helden nehmen Kinder und Jugendliche mit auf die Reise in die faszinierende Welt der Natur.
Zwei Tage lang dreht sich alles um die Themen Umwelt, Klima und die Vielfalt der Natur – gepaart mit Unterhaltung für Jung und Alt. Am Vormittag stehen jeweils Kinder- und Familienfilme im Mittelpunkt. Einer von ihnen ist der US-amerikanische Animationsfilm „Der Lorax“: Mit viel Humor und farbenfrohen Bildern setzt der Film eine bemerkenswerte und kindgerechte Botschaft für mehr Umweltschutz und gegen den Raubbau an der Natur. (more…)
WWF startet neue Abenteuer- und Wildnis-Camps für Kinder und Jugendliche
Berlin – Auf der Ostsee die Segel setzen oder durch die Berge Transsilvaniens streifen – das sind nur zwei von vielen Abenteuern, die Kinder und Jugendliche im kommenden Jahr mit dem neuen WWF-Ferienprogramm erleben können. Insgesamt 33 Reisen hält der WWF zum Kennenlernen von Natur und Wildnis bereit. „Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur einen unvergesslichen Urlaub haben, sondern dabei direkt in die Natur eintauchen“, sagt Anke Fröbel vom WWF Deutschland über das Ziel der Camps. Junge Umweltschützer und ihre Eltern können sich ab sofort unter www.young-panda.de/camps und www.wwf-jugend.de/camps über die Reisen informieren und direkt anmelden. (more…)
Kennen Sie das schmutzige Geheimnis Ihrer Kleidung? Egal ob billig oder teuer – Kleidung wird mit viel Chemie traktiert, bevor sie auf dem Bügel hängt. Der neue Textilratgeber von Greenpeace zeigt, welche Label dem Verbraucher wirklich schadstofffreie Kleidung bieten – und welche nur Feigenblättchen sind.
In unserer Kleidung sind etliche Substanzen, die selbst in kleinsten Mengen Umwelt und Gesundheit schädigen. Vor allem die kostbare und rare Ressource Wasser wird mit den giftigen Stoffen aus den Kleiderfabriken verschmutzt. Die Textilindustrie – so zeigen Greenpeace-Tests – ist eine Industrie, die dringend entgiften muss. (more…)