Nachhaltigkeit statt Maiswüsten

Bekenntnis für mehr Natur zur Grünen Woche gefordert

Am 17. Januar beginnt in Berlin die Internationale Grüne Woche – die Messe rund um Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Aus diesem Anlass fordert der NABU den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich zu einem klaren Bekenntnis für eine naturverträglichere Landwirtschaft auf. „Nitrat und Pestizide im Grundwasser, Vermaisung der Landschaft, Futtermittel-Skandale und Massentierhaltung sowie anhaltender Verlust der Artenvielfalt machen deutlich, dass es ein ‚Weiter so‘ in der Agrarpolitik nicht geben kann“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Daher müssen die bestehenden Handlungsspielräume für eine Ökologisierung der Agrarpolitik konsequent genutzt werden. So muss sich der Minister für die Schaffung von ökologischen Vorrangflächen ohne Pestizid- und Düngemitteleinsatz einsetzen. Zudem ist eine deutliche Verschärfung der Düngepolitik sowie eine Initiative gegen den anhaltenden Umbruch von Wiesen und Weiden überfällig. Nur so können die zentralen Herausforderungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bewältigt werden.

Die Internationale Grüne Woche findet in Berlin vom 17. bis 26. Januar 2014 Januar statt. Image credit: NABU.de

Die Internationale Grüne Woche findet in Berlin vom 17. bis 26. Januar 2014 Januar statt. Image credit: NABU.de

Außerdem ruft der NABU zu einer breiten Teilnahme an der Demonstration „Wir haben es satt!“ für eine andere Agrarpolitik auf. „Es wird höchste Zeit, dass die Agrarpolitik auf einen zukunftsfähigen und naturverträglichen Kurs gebracht wird“, so Tschimpke. Immer mehr Menschen haben es satt, dass die Brüsseler Agrarmilliarden gießkannenartig in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert würden, die durch großflächigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden.

Der NABU-Präsident appelliert zudem an Bundesminister Friedrich, sein Haus gesellschaftlich breiter aufzustellen, anstatt es den Lobbyinteressen der Agrarindustrie zu überlassen: „Wer die Landwirtschaft auf die Massenproduktion von Lebensmitteln für den Weltmarkt konzentrieren möchte, setzt die natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen aufs Spiel und gefährdet die gesellschaftliche Akzeptanz der Agrarzahlungen.“

*Source: NABU.de

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