Tag Archives: modell

Mikrobielle Signalerkennung aus dem Baukasten

Freiburger Biochemiker zeigen, wie die Evolution einen Nährstoff-Sensor aus existierenden Elementen kombiniert

Ein Team um die Freiburger Biochemikerin Prof. Dr. Susana Andrade hat ein Protein identifiziert, das es bestimmten Mikroorganismen ermöglicht, Ammonium in ihrer Umgebung zu erkennen und aufzunehmen. Ammonium gilt als Schadstoff, der Ökosysteme belastet – für diese Bakterien jedoch ist es eine wichtige Energiequelle. Die Forscherinnen und Forscher haben ihre Ergebnisse in der Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht. (more…)

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Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Was uns Meeresmücken über Frühaufsteher verraten

Der Mensch, aber auch viele andere Organismen haben innere Uhren. Solche Uhren ticken jedoch von Individuum zu Individuum anders. Daher sind manche Menschen zum Beispiel Frühaufsteher, während andere erst spät müde werden. (more…)

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Wenn hunderttausend Sonnen leuchten

Astrophysiker erforschen Grundprinzipien der Entstehung massereicher Sterne

Wie Sterne mit einer vielfachen Masse unserer Sonne entstehen, bildet eine der fundamentalen Fragen der modernen Astrophysik. Denn diese massereichen Sterne bestimmen den Energiehaushalt ihrer Galaxien wesentlich. Wissenschafter der Universität Tübingen haben gemeinsam mit Eduard Vorobyov vom Institut für Astrophysik der Universität Wien durch theoretische Berechnungen neue Komponenten entdeckt, welche die Sternentwicklung mitbestimmen. Bei der Entstehung massereicher Sterne fanden sie Parallelen zur Geburt der sehr frühen Sterne des Universums sowie von massearmen Sternen. Ihre Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht.

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Kristall aus Licht und Atomen

Die Wechselwirkung zwischen Laserlicht und Atomen ist ein Schlüsselelement für die Simulation von Quantensystemen. Nun haben Wissenschaftler am Institut für Theoretische Physik ein neues Konzept vorgeschlagen, in dem sich ultrakalte Atome selbständig in einer mittels Licht gebundenen Kristallstruktur anordnen. (more…)

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Der Nordschwarzwald als Reallabor

Freiburger Forstwissenschaftler koordinieren Forschungsprojekt zur Begleitung des ersten Nationalparks in Baden-Württemberg

Seit Januar 2014 gibt es im Nordschwarzwald den ersten Nationalpark Baden-Württembergs. Seiner Einrichtung waren lange und kontroverse politische Debatten vorausgegangen. Vom kommenden Jahr an wird ein so genanntes Reallabor die weitere Entwicklung begleiten. Sprecherin des Forschungsprojekts ist die Forstwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Koch von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg, Partnerinstitution ist die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. „Beide Hochschulen ergänzen sich mit ihren fachlichen Schwerpunkten und Stärken hervorragend. Wir haben damit beste Voraussetzungen für eine fruchtbare wissenschaftliche Zusammenarbeit“, sagt Prof. Dr. Gunther Neuhaus, Prorektor für Forschung der Universität Freiburg. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg fördert das „Reallabor Nordschwarzwald“ von 2015 an mit insgesamt 800.000 Euro für bis zu drei Jahre. (more…)

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Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur: Forscherteam entwickelt Modell für sozial-ökologische Veränderungsprozesse

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte sind Mensch und Natur eng miteinander verbunden, sie bilden ein „sozial-ökologisches System“. Technologischer Fortschritt, Bevölkerungswachstum und Urbanisierung verändern diese Systeme auf der ganzen Welt grundlegend. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Kapstadt, Kassel und Göttingen haben ein Modell entwickelt, mit dem sich die Ursachen und Konsequenzen dieser Prozesse weltweit und auf verschiedenen Ebenen vergleichen lassen. Die Ergebnisse wurden als Titelbeitrag in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Jahrhundertelang waren Agrargesellschaften darauf angewiesen, ihre unmittelbare Umgebung so nachhaltig wie möglich zu nutzen, da ihr eigenes Überleben davon abhing. Mit der Entstehung von Städten und der Industrialisierung veränderte sich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur grundlegend, und mit weltweit fortschreitendem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum gewinnen diese Veränderungen zunehmend an Bedeutung. „Um eine Übernutzung der natürlichen Ressourcen zu verhindern, sind neue Regularien und Institutionen nötig“, so das Autorenteam.  (more…)

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Erdgas-Boom kann den Klimawandel nicht verlangsamen

Der Erdgas-Boom durch den Einsatz von Technologien wie Fracking wird voraussichtlich nicht zu einer Verringerung der Treibhausgas-Emissionen führen. Die Verbrennung von Erdgas erzeugt im Vergleich zu Kohle zwar nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen pro Energieeinheit. Aber wenn Erdgas reichlich verfügbar und somit billig wird, hat dies letztlich auch einen höheren Energieverbrauch zur Folge. Die schmutzige Kohle würde durch Gas nur zum Teil ersetzt, wie eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature erscheinende Studie zeigt. Die Erhöhung des globalen Gasangebots löst auf den Märkten also Anpassungsdynamiken aus, die den Vorteil vergleichsweise niedrigerer Emissionen wieder zunichte machen würden, wie ein internationaler Vergleich von Computersimulationen erstmals zeigt. (more…)

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Gehen oder bleiben? – Neue Emmy Noether-Gruppe erforscht die Klima-Anpassung von Vögeln

Dr. Susanne Fritz erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft knapp 740.000 Euro, um am Frankfurter LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) eine Nachwuchsgruppe zur Erforschung der Makroevolution von Vögeln aufzubauen. Das Team wird untersuchen, wie sich die klimatische Nische ausgesuchter Vogelgruppen im Lauf der Evolution verändert hat und wie sich Vögel grundsätzlich an Klimaveränderungen anpassen. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wird im Rahmen des Emmy Noether-Programms gefördert.

Jede Vogelart hat eine klimatische „Wohlfühlzone“, an die die Art hinsichtlich überlebenswichtiger Funktionen wie beispielsweise Nahrungsangebot und Temperaturregulierung gut angepasst ist. Was passiert aber, wenn sich das Klima verändert, wenn beispielsweise die Winter kälter werden? Grundsätzlich hat der Vogel dann zwei Möglichkeiten: entweder im Winter südwärts zu ziehen, oder zu bleiben und zu lernen, mit der jahreszeitlichen Temperaturschwankung sowie der Schwankung des Nahrungsangebotes zurecht zu kommen. (more…)

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