Tag Archives: irak

Tübinger Archäologen entdecken Keilschriftarchiv in der kurdischen Region des Irak

93 Texttafeln in assyrischer Sprache aus dem zweiten Jahrtausend v. Chr. warten auf Entzifferung

In der Region Kurdistan im Norden des Irak haben Archäologen des Instituts für die Kulturen des Alten Orients der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Peter Pfälzner bei ihren Ausgrabungen in der alten Stadt Bassetki überraschende Entdeckungen gemacht: Sie stießen unter anderem auf ein Keilschriftarchiv mit 93 Tontafeln, das sie in die Zeit um 1250 v. Chr. datieren, die Periode des mittelassyrischen Reichs. Was auf den Texttafeln festgehalten ist, bleibt vorerst ein Geheimnis. Sie müssen entziffert werden, was nach Einschätzung der Forscher aufwendig und langwierig werden könnte. (more…)

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Meine Daten, deine Daten?

Heute schon gegoogelt? Wenn wir uns im Netz bewegen, hinterlassen wir permanent Spuren. IP-Adressen, E-Mail-Daten, Informationen zu Suchanfragen. Doch was kann man mit diesen Daten anfangen und warum ist es Zeit für einen Aufstand gegen die Datensammler? Außerdem in der Presseschau: Neues von der NSA und warum das Internet, wie wir es kennen, bald der Vergangenheit angehören könnte.

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Interview mit Marcel Kieslich: ‚Was die deutsche Partei „Die Linke“ über die aktuellen Probleme in der Welt denkt‘ (‚What the Left Party in Germany thinks about Current World Problems‘)

Marcel Kieslich, Jahrgang 1983, ist ein Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) und seit November 2011 im Stadtvorstand der Partei DIE LINKE Halle (Saale). Sein besonderes politisches Interesse gilt dem Sozialticket für die Stadt Halle, der Behinderten- und Friedenspolitik und der Demokratie und dem Demokratieverständnis. Wir redeten mit Herrn Kieslich über die aktuelle Weltlage, insbesondere über den Syrienkonflikt, die Verteilung der Weltmächte, religiösen und wirtschaftlichen Fanatismus und dessen Gruppen und weitere Themen.

Q: Syrien ist sicherlich Top unseres Interesses. Was wird  der Bürgerkrieg  uns nehmen? Es sieht aus, als ob jeden Moment eine regionale Zeitbombe explodieren wird. Ich meine, Israel, Saudi-Arabien, Katar und die  Türkei können sich direkt im Krieg engagieren. Was denken Sie, gibt es eine  Aussicht, den Krieg ohne eine weitere Eskalation zu beenden?

Marcel Kieslich: Meine Hoffnung geht natürlich in die Richtung der Syrienkonferenz. Das ganze ist natürlich schwierig da die Gesprächspartner an einem Tisch zu bringen, wie man ja jetzt im Meeting gehört hat, gabs da ja unterschiedliche Meldungen, dass Vorbedingungen gestellt worden sind von den Aufständigen von der Opposition, weil diese vorher mit Waffen beliefert werden möchten, um dort gestärkt zu werden. Die Auffassung teile ich natürlich nicht, also man sollte da jetzt nicht mehr Waffen reinbringen, egal ob das jetzt von Russland ist , die an Assad gehen oder die von der EU und der USA die jetzt an die Oppositionellen gehen, weil ich denke dadurch würde der Krieg nur verlängert und man sollte dem Krieg zumindestens den Nährboden entziehen und es sollten die Parteien keine Vorbedingungen stellen. Egal, ob das jetzt Syrien selber ist, Assad sollte keine Bedingung stellen, aber ich denke die Opposition sollte sich hat da auch zurückhalten, was insbesondere die Waffenlieferung betrifft und sollten diese Syrienkonferenz wirklich nutzen und dort ja, wie gesagt, ohne Vorbedingung reinzugehen, dass sich dann dort ein Kompromiss findet oder ein weiteres Vorgehen und ich denke dazu wird aber nicht nur Syrien und die Opposition alleine ausreichen, sondern auch ein Waffenembargo für den ganzen Nahen Osten erforderlich sein, was dann die Länder wie Saudi Arabien betrifft aber auch Israel und andere Länder. Die sollten natürlich an der Konferenz auch teilnehmen, weil insbesondere dann die benachbarten Staaten, die jetzt an Syrien angrenzen und ja weitere Nachbarn, denke ich, könnten teilnehmen, müssen aber nicht zwingend teilnehmen, weil in erster Linie sich die Konfliktparteien einigen sollten. Aber ich denke, das ist eine Möglichkeit um sich der Spirale dort zu entziehen. Es gibt ja den berühmten Spruch „Jede Waffe findet ihren Krieg“ und ich denke das würde in Syrien genauso der Fall sein, auch wenn es  ja, wie gesagt, eine schwierige Situation ist, aber ich denke alle Parteien wissen, was davon abhängt und dass man da zu einer Lösung kommen sollte. (more…)

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