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Forschungsteam untersucht Verwandtschaftsverhältnisse in der Steinzeit am Beispiel einer Fundstelle in Israel

In der Steinzeit zogen Männer zu ihren Frauen: Neue Auswertungen einer mehr als 9.000 Jahre alten Ausgrabungsstätte im Bergland westlich von Nazareth in Israel legen nahe, dass Kinder in der Jungsteinzeit hier in der Gemeinschaft ihrer Mütter lebten, während Männer von außen zur Gruppe hinzukamen und sie möglicherweise auch wieder verließen. Dies lässt auf gleichberechtigte Beziehungen unter den Geschlechtern schließen – vermutlich waren es keine klassischen Familienverbindungen, sondern Verhältnisse auf Zeit. Zu diesem Ergebnis kommen Forscherinnen und Forscher der Universität Freiburg und der Danube Private University Krems/Österreich. Im Projekt SIGN (Segregation and Construction of Social Identities at the Transition from Foraging to Farming) haben sie Zähne und Schädel der prähistorischen Menschen von Kfar HaHoresh ausgewertet. Dr. Marion Benz hat SIGN während ihrer Assistenz am Institut für Vorderasiatische Archäologie der Universität Freiburg initiiert. Das Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Baden-Württemberg Stiftung sowie die beteiligten Universitäten haben das Projekt gefördert.

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Science through the eyes of an artist

ANN ARBOR — “Don’t you feel like you’re taking a dip in the lake as you come into the gallery?” asks Sara Adlerstein-Gonzalez as she enters the Washington Street Gallery in downtown Ann Arbor, arms outreached as if she could feel the ocean breeze, paintings charged with blues and occasionally green and brown specks on both sides of the entrance. (more…)

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48 Millionen Jahre alte Plazenta

Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts haben gemeinsam mit einer Kollegin von der Veterinärmedizinischen Universität in Wien den Fötus einer 48 Millionen Jahre alten Urpferdchen-Stute aus der Fossilfundstätte Grube Messel untersucht. In dem einmalig gut erhaltenen Fossil konnte das Forscherteam eine versteinerte Gebärmutter mit Mutterkuchen (Uteroplazenta) entdecken – der älteste Fund dieses Fortpflanzungssystems weltweit. Der Fund zeigt, dass die Entwicklung des Fortpflanzungsapparates bei den Vorfahren der heutigen Pferde früher stattfand, als bisher vermutet. Die Studie wird heute im renommierten Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht.  (more…)

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Auch bei Bakterien wäscht eine Hand die andere

ForscherInnen entdecken ungeahnte Vielseitigkeit von Stickstoff-Bakterien

Nitrit-Oxidierer spielen Schlüsselrollen im globalen Stickstoffkreislauf sowie in der Abwasserreinigung. Sie wandeln im engen Wechselspiel mit anderen Mikroorganismen –Ammoniak-Oxidierern – Ammoniak über Nitrit zu Nitrat um. Seit ihrer Entdeckung vor über hundert Jahren gab es jedoch nur wenige neue Erkenntnisse über die Aufgabenverteilung innerhalb dieser mikrobiellen Interaktion. Im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Science” zeigt nun ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Holger Daims, Mikrobiologe an der Universität Wien, dass Nitrit-Oxidierer und ihre Aufgaben im Zusammenspiel mit Ammoniak-Oxidierern viel facettenreicher sind als bislang vermutet. (more…)

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Neue Behandlungsmethode für Gehirninfektion

Biochemiker der Universität Tübingen und Schweizer Forscher finden erstmals Weg, gefährliche Virusinfektion zu bekämpfen

In einem internationalen Forschungsprojekt haben Wissenschaftler der Universität Tübingen eine neue Behandlungsstrategie für Patienten mit einer Virusinfektion des Gehirns entdeckt. Das JC Polyomavirus kann in immungeschwächten Patienten die tödliche Erkrankung Progressive Multifocal Encelphalopathy (PML) auslösen, indem es gezielt Zellen im Gehirn angreift. Bislang gibt es keine Therapie für diese Erkrankung. In Kooperation mit dem Team von Professor Roland Martin an der Universität Zürich und der Schweizer Firma Neurimmune zeigen Professor Thilo Stehle und Dr. Luisa Ströh vom Interfakultären Institut für Biochemie an der Universität Tübingen nun erstmals eine Behandlungsmöglichkeit. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Science Translational Medicine publiziert.
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