Alles im grünen Bereich?

Bündnis fordert einheitlichen Energieausweis für Gebäude

Der bisherige Energieausweis ist weit hinter seinen Erwartungen als klimapolitisches Instrument zurück geblieben. Zum einen existieren derzeit parallel der Bedarfsausweis und der Verbrauchsausweis, zudem sind bei dem Bedarfsausweis verschiedene Berechnungsmethoden möglich. Die Ergebnisse sind untereinander in keiner Weise vergleichbar. Zum anderen lässt die Verbraucherfreundlichkeit beim Design und die Aussagekraft des derzeitigen Ausweises zu wünschen übrig. Eigentümer und Mieter können mit der Darstellung nur wenig anfangen und auch die Aussagekraft des Bandtachos ist nicht nur in Fachkreisen umstritten.

„Der Ausweis in der jetzigen Form bietet weder verlässliche Ergebnisse über das energetische Niveau des jeweiligen Gebäudes, noch ist er von den Verbrauchern als Instrument angenommen worden“, so der Bündnispartner des NABU, Dr. Michael Herma vom Branchenverband VdZ. Ein neuer Gebäudeenergieausweis soll das Bewusstsein bei Eigentümer und Mieter dafür schärfen, dass jede verschwendete Kilowattstunde Energie auch eine Verschwendung finanzieller Ressourcen ist.

Unter Berücksichtigung des enormen Energieeinsparpotenzials im Gebäudesektor darf ein so vielversprechendes Instrument nicht ungenutzt bleiben. Das sehen auch viele Wohnungsunternehmen so, die mit der Beschaffenheit ihrer energetisch sanierten Wohnungen werben, wie beispielsweise die Fortuna in Berlin, die ABG Holding in Frankfurt oder das Bündnis Wohnen in Hamburg, der neben Hamburger Wohnungsunternehmen auch Verbände der Wohnungswirtschaft angehören. Der NABU hat daher mit dem VdZ- Forum für Energieeffizienz inder Gebäudetechnik und anderen das „Bündnis Energieausweis“ gegründet, um das Thema Energieausweis auf die politische Tagesordnung zu setzen.

Das Bündnis fordert eine Abkehr vom Dualismus des Bedarfs- und Verbrauchsausweises hin zum reinen Bedarfsausweis, mit einem einheitlichen Berechnungsverfahren. „Der Energieausweis soll bei Hauseigentümern und Mietern für Transparenz sorgen, vergleichbare Ergebnisse zur energetischen Beschaffenheit des Gebäudes liefern und rechtlich belastbar sein“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Nur so könne er als Grundlage für Rechtsgeschäfte, für Fördermittel oder andere verbindliche Aussagen dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Es ist aus Sicht des „Bündnisses Energieausweis“ höchste Zeit, den Energieausweis sinnvoll zu optimieren!

*Source: NABU.de

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