Vier der Thüringer Wolf-Hund-Mischlinge sind tot

Zwei weitere Mischlinge werden auf einem Truppenübungsplatz vermutet

Eine Wölfin hat sich vor einiger Zeit mit einem Haushund eingelassen. Bereits letztes Jahr wurde das Wolfsmonitoring auf die Hybride aufmerksam. Nun wurden drei Tiere geschossen und ein weiteres Tier vermutlich von einem Zug getötet.

Image credit: christels (Source: Pixabay)

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Die einzige Wölfin Thüringens, die sogenannte Ohrdrufer Wölfin, hat 2017 sechs Wolf-Hund-Mischlinge geboren. Nach Darstellung der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) handelt es sich bei diesen Jungtieren zweifelsfrei um eine Kreuzung aus Wolf und Haushund – das hatten genetische Untersuchungen des Senckenberg Institutes ergeben. In Abstimmung mit der DBBW hatte das Thüringer Umweltministerium entschieden, die Jungtiere „aus Artenschutzgründen aus der Natur zu entnehmen“. Damit soll die Wildtierpopulation des Wolfes vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt werden. Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden.

Zwei weitere Wolf-Hund-Mischlinge leben auf einem Truppenübungsplatz

Zunächst wurde versucht, die Jungtiere einzufangen und in einen Wildpark umzusiedeln. Die Fangaktion blieb bisher ohne Erfolg. Die Wölfin sollte ebenfalls eingefangen und mit einem Ortungssender versehen werden – auch das ist bislang nicht gelungen. Ab April werden die Fallen außer Betrieb gesetzt, um in der Brut- und Setz-Zeit keine anderen Tiere zu gefährden. Ende März teilte das Thüringer Umweltministerium mit, dass drei Hybriden geschossen wurden. Zudem wurde bei Gotha, an einer Bahnlinie, ein toter Canide gefunden, der den äußerlichen Merkmalen nach ebenfalls zu dem Wurf gehören könnte. Die genetischen Untersuchungen laufen in allen vier Fällen. Aktuell geht man davon aus, dass die verbleibenden zwei Mischlinge weiterhin auf dem Truppenübungsplatzgelände leben. Aus anderen Gegenden gibt es keine verlässlichen Hinweise auf diese Tiere.

*Source: NABU.de

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