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Raben verstehen die Beziehungen anderer Raben

Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar und sein Team von der Universität Wien konnten zeigen, dass Kolkraben fähig sind, die Beziehungen anderer Raben zueinander einzuschätzen – eine Fähigkeit, die bis dato nur von Primaten bekannt war. Wie viele sozial lebende Tiere zeigen Raben unterschiedliche soziale Beziehungen – sie können Freunde, Verwandte oder Paarpartner haben und sie bilden strikte Dominanzhierarchien. Kognitiv gesehen ist das Verständnis von eigenen Beziehungen eine wichtige Voraussetzung im Umgang mit Artgenossen im Alltag. Ein Verständnis für die Beziehungen, die andere Gruppenmitglieder untereinander haben, ermöglicht hingegen eine noch wesentlich flexiblere Vorgehensweise, da nun strategische Einsichten möglich sind. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications publiziert. (more…)

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Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht

Tübinger Wissenschaftler erforschen die Wanderungswellen des frühen Menschen

Der anatomisch moderne Mensch hat sich von Afrika aus in mehreren Wanderungswellen nach Asien und Europa ausgebreitet. Die ersten Vorfahren heutiger Menschen nahmen dabei wahrscheinlich schon vor rund 130.000 Jahren eine südliche Route über die Arabische Halbinsel in Richtung Asien. Zu diesem Ergebnis kommen Professorin Katerina Harvati und ihre Mitarbeiter vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen und dem Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität von Ferrara, Italien, und dem Nationalmuseum für Naturgeschichte, Frankreich. (more…)

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Ancient volcanic explosions shed light on Mercury’s origins

Mercury was long thought to be lacking volatile compounds that cause explosive volcanism. That view started to change when the MESSENGER spacecraft returned pictures of pyroclastic deposits — the telltale signature of volcanic explosions. Now more detailed data from MESSENGER shows that volcanoes exploded on Mercury for a substantial portion of the planet’s history. The findings suggest Mercury not only had volatiles but held on to them for longer than scientists had expected.

PROVIDENCE, R.I. [Brown University] — The surface of Mercury crackled with volcanic explosions for extended periods of the planet’s history, according to a new analysis led by researchers at Brown University. The findings are surprising considering Mercury wasn’t supposed to have explosive volcanism in the first place, and they could have implications for understanding how Mercury formed. (more…)

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Wie unsere Körperzellen gegen Viren kämpfen

Protein versperrt Zugang zum Zellkern, um Erbgut zu schützen

MolekularbiologInnen der Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zeigen in Zusammenarbeit mit Kollegen von der ETH Zürich, wie das Eindringen doppelsträngiger RNA wie beispielsweise viralen Erbgutes in den Zellkern verhindert wird. Während der Immunantwort auf eine Virusinfektion wandert das körpereigene Protein ADAR1 aus dem Kern ins Zytoplasma der Zelle, wo es die Virus-RNA so verändert, dass sich damit keine neuen Viren bilden können. Wie dabei jedoch verhindert wird, dass ADAR1 die virale RNA in den Zellkern bringt – wichtig für den Schutz des menschlichen Erbguts – war bisher völlig unklar. In ihrer Studie in PNAS Plus geben die Wiener und Züricher WissenschaftlerInnen eine erste Antwort auf diese Frage. (more…)

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Die Grenzen der Vorhersagbarkeit

Die Wettervorhersage ist nicht nur für unsere persönliche
Freizeitgestaltung von Bedeutung, sondern das Wetter ist auch ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nicht nur die Landwirtschaft ist vom
Wetter abhängig, sondern zum Beispiel auch Bauindustrie,
Energieversorgung sowie die Planung von Open Air Veranstaltungen. Um
Planungssicherheit zu haben wollen unsere Kunden natürlich das genaue
Wetter so früh wie möglich wissen. Häufiger erhalten wir daher
Anfragen der Art: “Wir haben eine Veranstaltung in einem Monat, wie
sieht es da mit dem Wetter aus?”. In solchen Fällen müssen wir unsere
Kunden enttäuschen, denn Wettervorhersagen sind für einen so langen
Zeitraum nicht möglich. Doch warum sind dem Vorhersagezeitraum
Grenzen gesetzt und wo liegen die Grenzen der Vorhersagbarkeit? (more…)

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Die Wirbeltiere aus Gratkorn

Vor zehn Jahren begann die wissenschaftliche Erkundung der Fossilfundstelle Gratkorn in Österreich. Seither wurden hier 65 Wirbeltierarten entdeckt, darunter Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und  Säugetiere. Auch Pflanzen und wirbellose Tiere sind unter den fossilen Fundstücken. Keine andere Fossilfundstelle in Europa bildet die Zeit vor ca. 12 Millionen Jahren, als diese Organismen lebten, so vollständig ab wie Gratkorn. Das aktuelle Sonderheft der Senckenberg Fachzeitschrift Paleobiodiversity and Paleoenvironments fasst unter dem Titel „The Sarmatian vertebrate locality Gratkorn, Styrian Basin” den aktuellen Forschungsstand zur Fundstelle Gratkorn zusammen.

Eigentlich war man schon lange sehr nahe dran: Seit vielen Jahrzehnten wird in der Grube St. Stephan bei Gratkorn Ton abgebaut und bereits um 1850 erschienen erste Veröffentlichungen zu Fossilien aus dieser Fundstelle. Doch erst in den vergangenen 10 Jahren wurde klar, welche Schätze hier wirklich liegen. (more…)

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