Crystalline Mirror Solutions: Erfolgreiches Startup der Universität Wien

Die Crystalline Mirror Solutions GmbH (CMS) ist aus der experimentellen Grundlagenforschung von Markus Aspelmeyer und Garrett Cole an der Fakultät für Physik der Universität Wien hervorgegangen. Heute ist CMS ein weltweit führender Hersteller von Hochpräzisionsoptik für Lasersysteme und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem 1. Platz in der Kategorie High-Tech beim GEWINN-Jungunternehmerwettbewerb. Ein Beweis dafür, dass Grundlagenforschung eine wichtige Basis für wirtschaftliche Innovationen ist.

Crystalline Mirror Solutions ist ein Pionierunternehmen auf dem Gebiet der laserbasierten Präzisionsmessung. “Unsere Technologie erlaubt erstmals den Einsatz kristalliner Halbleiterspiegel für die konventionelle Laseroptik. Die Spiegel – man spricht von einem sogenannten Bragg-Mirror – bestehen aus einem sehr dünnen, kristallinen Film mit einer genau definierten Abfolge von Halbleiterschichten. Dieser Halbleiterfilm wird direkt mit einem optischen Träger verbunden”, so Markus Aspelmeyer, Professor für Quantum Information on the Nanoscale an der Universität Wien.

V.l.n.r.: Garrett Cole (Gründer), Christian Pawlu (Geschäftsführer) und Markus Aspelmeyer (Gründer), das Führungstrio von Crystalline Mirror Solutions. (Image copyright: Crystalline Mirror Solutions GmbH)

V.l.n.r.: Garrett Cole (Gründer), Christian Pawlu (Geschäftsführer) und Markus Aspelmeyer (Gründer), das Führungstrio von Crystalline Mirror Solutions. (Image copyright: Crystalline Mirror Solutions GmbH)

CMS: Präzisionsmessung

Mit ihrer patentgeschützten Technologie stellt CMS Laseroptik her, bei der im Vergleich zu den bisher besten Verfahren das thermische Messrauschen um einen Faktor 10 minimiert wird. Diese bahnbrechende Verbesserung der Laseroptik ist eine entscheidende Grundlage für Präzisionsmessungen von Zeit und Raum, wie etwa die Entwicklung von neuartigen Atomuhren oder die Messung von Gravitationswellen. “Die mit unseren Spiegeln erzielbare Verbesserung der Genauigkeit von Zeitmessung eröffnet ein einzigartiges Anwendungspotenzial. Wir sind überzeugt, dass unsere Technologie auch dazu beitragen wird, Breitband-Kommunikation schneller und Navigationssysteme genauer zu machen”, erklärt CMS-Geschäftsführer Christian Pawlu.

Hochpräzise Spiegel von CMS mit einem Durchmesser von etwa 1 cm. Jeder Spiegel besteht aus einer monokristallinen Beschichtung, die fest mit einem optischen Träger verbunden ist. (Image copyright: Crystalline Mirror Solutions GmbH)

Hochpräzise Spiegel von CMS mit einem Durchmesser von etwa 1 cm. Jeder Spiegel besteht aus einer monokristallinen Beschichtung, die fest mit einem optischen Träger verbunden ist. (Image copyright: Crystalline Mirror Solutions GmbH)

CMS: Konkurrenzlos führend am Markt

CMS beliefert Kunden aus aller Welt mit ihren Produkten und hat Entwicklungskollaborationen mit großen Industrieunternehmen etabliert. Die Firma hat ihren Hauptstandort in Wien und eine Tochterfirma in Santa Barbara (Kalifornien). “Die Technologie ist derzeit alternativlos. CMS ist der weltweit einzige Anbieter dieser Art von Spiegelbeschichtungen, und es gibt kein Konkurrenzverfahren mit vergleichbarer Qualität”, sagt Garrett Cole, einer der beiden Mitgründer von CMS. Neben der Verwendung in der Grundlagenforschung liegt das kommerzielle Potenzial der CMS-Technologie vor allem in der Telekommunikations- und Navigationstechnik, der Spurengasanalyse und im Bereich von Industrielasern.

Mehrfach ausgezeichnet

Für ihre Technologie wurde CMS bereits mehrfach ausgezeichnet, darunter: Finalist des renommierten Houska-Preises 2014 der B&C Privatstiftung, Finalist (Top 5) in der Kategorie IKT/Technik des Mercur-Innovationspreises 2014 der Wirtschaftskammer Wien, Halbfinalist der “SPIE Startup Challenge” der Photonics West Konferenz in San Franciso, USA, sowie 1. Preis beim “GEWINN”-Jungunternehmerwettbewerb 2014 in der Kategorie High Tech.

Crystalline Mirror Solutions ist ein sehr vielversprechendes Startup der Universität Wien und ein exzellentes Beispiel für die erfolgreiche Brückenbildung zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung bzw. kommerzieller Verwertung.

Weitere Information:

https://www.crystallinemirrors.com
https://aspelmeyer.quantum.at/markus-aspelmeyer.2705.html

*Source: Universität Wien

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