Petition gegen Vogelmord in Ägypten

Stoppt den Fang und Abschuss von europäischen Zugvögeln in Ägypten!

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Auch in diesem Herbst sind Millionen von Vögeln, darunter seltene und gefährdete Arten, in Fangnetzen entlang der gesamten ägyptischen Mittelmeerküste verendet und auf dem Grill gelandet sind. Berichte und Bilder zeigen das erschreckende Ausmaß des Vogelmords. Der NABU hat im April dieses Jahres eine Kampagne gegen den maßlosen Fallenfang von Zugvögeln in Ägypten gestartet.

Die Petition an die ägyptische Regierung und die deutsche Bundesregierung wurde bis heute von über 75.000 Menschen unterstützt. Ende November wird der NABU die Unterschriften an den ägyptischen Botschafter in Deutschland überreichen, der diese dann an die Regierung in Kairo weitergeben wird.

Für Wachteln werden in Ägypten hohe Preise erzielt, sie gelten als besonderer Leckerbissen. Image credit: NABU.de

Für Wachteln werden in Ägypten hohe Preise erzielt, sie gelten als besonderer Leckerbissen. Image credit: NABU.de

75.000 Unterzeichner gegen Vogelmord sind noch nicht genug!

100.000 Unterstützer sollten möglich sein. Unterzeichnen auch Sie jetzt!

Der Kampf gegen den Vogelmord in Ägypten nimmt Gestalt an

Schon heute zeigt die Aktion ihre Wirkung: Die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten der UN hat sich dem Thema angenommen und auch das Bundesumweltministerium hat sofort reagiert und bei der ägyptischen Regierung ein Ende des Vogelfangs gefordert. Kurzfristig wurden 20.000 Euro für dringende Aktivitäten im Kampf gegen den Vogelmord in Ägypten bereit gestellt.

Auch in Ägypten gibt es Hoffnung: Die neue ägyptische Umweltministerin, Dr. Laila Iskandar, hat kürzlich gegenüber dem Schweizer Botschafter in Kairo versprochen, sich des Themas anzunehmen. Derzeit wird in ihrem Ministerium eine interne Arbeitsgruppe zusammengestellt, die den Vogelmord bekämpfen soll.

Der NABU organisiert nun ein Treffen mit europäischen Naturschützern, Vertretern von UN-Konventionen und Geldgebern mit Repräsentanten ägyptischer Naturschutzorganisationen und des Umweltministeriums dieses Landes, das Ende November stattfinden wird. Es soll ein Aktionsplan beschlossen werden, wie der maßlose Vogelfang an der Nordküste Ägyptens möglichst schnell beendet werden kann. Dank der großen Zahl an Spenden, die dem NABU für den Kampf gegen den Vogelmord in Ägypten zukam, kann der NABU eine Gruppe von Aktiven finanzieren, die die Umsetzung des Aktionsplans koordinieren.

Hintergrund zur Petition

Das fordern die Unterzeichner

Die Öffentlichkeit in Deutschland hat im Frühjahr 2013 vom erschreckenden Ausmaß des Vogelfangs erfahren. Während des Herbstzuges erstreckt sich eine lückenlose Reihe von Vogelfangnetzen über mehr als 700 Kilometer entlang der ägyptischen Mittelmeerküste. Jeden Herbst werden dort mindestens etwa 140 Millionen Zugvögel gefangen. Vögel, die erschöpft nach der Überquerung des Mittelmeeres Ägypten erreichen, haben somit kaum noch eine Chance ihre Winterquartiere zu erreichen und im nächsten Frühjahr zum Brüten nach Europa zurückzukehren. Dazu werden an vielen Seen Wasservögel gefangen und Großvögel nach Belieben mit Gewehren abgeschossen.

Dieser Zustand macht die in Deutschland und anderen Ländern unternommenen Naturschutzanstrengungen zunichte und verletzt die auch von Ägypten zum Schutz wandernder Tierarten unterzeichneten internationalen Abkommen. Auch in Ägypten bedauern Vogelfänger bereits trotz immer intensiverer Fangbemühungen zurückgehende Zahlen gefangener Vögel.
Vogelfang und -jagd dürfen in Ägypten in diesem Ausmaß nicht weitergehen, sondern müssen effektiv reguliert und drastisch auf ein nachhaltiges Maß reduziert werden.

Die Unterzeichner dieser Petition fordern daher die Regierung der Arabischen Republik Ägypten auf,

  • sich dem Problem des ausufernden Vogelfangs und der Vogeljagd in Ägypten zu stellen und ihren Verpflichtungen aus den von Ägypten unterzeichneten internationalen Naturschutz-Konventionen nachzukommen.
  • durch eine effektive Regulierung der Jagd sicherzustellen, dass keine Vogelart durch diese in ihrem Bestand gefährdet wird. Dazu müssten neben adäquaten Regelungen zu jagdbaren Arten, Jagdmethoden, Jagdzeiten und Jagdquoten Zuständigkeiten für die Vergabe von Lizenzen klar geregelt werden.
  • Verstöße gegen aktuelle und in Zukunft verbesserte Regelungen der Jagd konsequent zu verfolgen und zu ahnden. Dazu müssen ein funktionierendes Monitoring der Jagd aufgebaut werden und Kapazitäten für die Durchsetzung der Regelungen bereitgestellt werden.
  • den derzeit im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) in Entwicklung befindlichen Aktionsplan zum Schutz Eurasisch-Afrikanischer ziehender Landvögel (AEMLAP) zu unterstützen und konsequent umzusetzen.

Die Unterzeichner dieser Petition wenden sich gleichzeitig an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland mit der Aufforderung,

  • auf die Regierung Ägyptens einzuwirken, die illegalen Auswüchse der Vogeljagd effektiv zu bekämpfen und die legale Jagd so stark zu beschränken, dass die Jagd nachhaltig sein kann, und ihr dabei notwendige fachliche und finanzielle Unterstützung anzubieten.
  • für in Ägypten aktive deutsche Institution und Hilfsprogramme Förderschwerpunkte einzurichten, unter denen Projekte unterstützt werden können, die den Vogelmord in Ägypten reduzieren helfen, zum Beispiel Programme zur Umweltbildung und zur Entwicklung alternativer Einkommensmöglichkeiten.
  • auf internationaler Ebene im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) die Entwicklung des neuen Aktionsplans zum Schutz Eurasisch-Afrikanischer ziehender Landvögel (AEMLAP) zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass Ägypten diesen unterzeichnet und umsetzt.

*Source: NABU.de

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