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27. Jun 2019

Erneuerbare erwirtschaften 17 Milliarden Euro in 2012

Im Jahr 2012 führte die wachsende Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse zu einem Rekordwert in der bundesweiten Wertschöpfung von 17 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in einer aktuellen Studie für Greenpeace.

Zwei Drittel der Wertschöpfung kommt dabei Städten und Gemeinden zu Gute. “Die Erneuerbaren Energien treiben die Wirtschaft in strukturschwachen ländlichen Regionen an”, sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. Diesen Motor dürfe die Bundesregierung mit ihrer Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes nicht fahrlässig abwürgen.

6 Milliarden Kostenersparnis durch Erneuerbare

Erstmalig erhob das IÖW auch die indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien und kam dabei zu einem Gesamtwert von 25 Milliarden Euro. Hier flossen die Vorleistungen der Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen mit ein. Sie generierten weitere 8,5 Milliarden Euro an bundesweiter Wertschöpfung. Der Ausbau Erneuerbarer Energien führt somit zu höheren Steuereinnahmen, Unternehmensgewinnen und Einkommen für eine Vielzahl von Beschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen. Darüber hinaus sparte der Einsatz von Wind und Sonne Kosten in Höhe von 6 Milliarden Euro, die sonst für den Import von Öl, Kohle und Gas angefallen wären. Trotz einzelner Rückschläge wie zuletzt in der Solarbranche stieg die Wirtschaftskraft der Branche im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent. Aufgrund der Krise in der Solar- und Biogasbranche sank jedoch die Zahl der direkt Beschäftigten verglichen mit dem Jahr 2011 um zehn Prozent auf 166.000.

Direkte und indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien nach Technologiebereichen in 2012 (Grafik: iöf). Image Copyright: © Greenpeace

Direkte und indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien nach Technologiebereichen in 2012 (Grafik: iöf). Image Copyright: © Greenpeace

Zwei Drittel der Wertschöpfung in Installation und Betrieb

Rund zwei Drittel der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze entstanden in den Bereichen Installation, Planung und Betrieb regenerativer Anlagen. Die Arbeitsplätze verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. “Vorteil einer dezentraler Energieerzeugung ist es, dass Beschäftigung und Wertschöpfung in einer Vielzahl von Kommunen stattfinden – anders bei zentralen Großkraftwerken, von denen nur sehr wenige Energieversorger und Standorte profitieren”, so Prof. Dr. Bernd Hirschl, der Leiter der Studie. Der Anlagenbau, der auf wenige Kommunen konzentriert ist, stellt ein Drittel der direkt Beschäftigten. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze bezifferte das Bundesumweltministerium sogar mit 377.800, einschließlich der Zuliefer- und Dienstleistungsbetriebe, die Vorleistungen für die EE-Branchen bereitstellen.

Wirtschaftsleistung könnte um weitere 50 Prozent zunehmen

Mit rund 16 Milliarden Euro und 68 Prozent an der gesamten Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien trugen Solarstrom und Windenergie den weitaus größten Teil bei. Bis zum Jahr 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Erneuerbare Energien laut Studie bei gleich bleibendem Ausbautempo um weitere 50 Prozent zunehmen.

Wie kann ich die Erneuerbaren Energien unterstützen?

Hier können Sie online gegen neue Braunkohletagebaue unterzeichnen und einen wichtigen Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

 – veröffentlicht von Henriette Lüht

*Source: Greenpeace.de

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