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Die Welt 2050 nachhaltig und gesund ernähren: neue Studie in Nature

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“Die Ernährung einer Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ist möglich – aber nur, wenn wir die Art und Weise ändern, wie wir essen und Lebensmittel produzieren. Das zeigt unsere Forschung. Den Ernährungssektor grüner machen oder unseren Planeten aufessen – das steht heute auf der Speisekarte zur Auswahl”, erklärt Johan Rockström, designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er ist einer der Autoren einer Studie, die von einem internationalen Team von Wissenschaftlern im Fachmagazin Nature veröffentlicht wird.

Eine stärker pflanzliche "flexitarische" Ernährung kann Emissionen in der Landwirtschaft senken. Image credit: Fotoworkshop4You (Source: Pixabay)

Eine stärker pflanzliche “flexitarische” Ernährung kann Emissionen in der Landwirtschaft senken. Image credit: Fotoworkshop4You (Source: Pixabay)

“Bereits heute ist das Ernährungssystem ein wichtiger Treiber für den Klimawandel, für die Übernutzung von Wasserressourcen, und für Umweltverschmutzung. Ohne gezielte Maßnahmen könnten diese Auswirkungen bis 2050 um 60 bis 90 Prozent zunehmen, wie unsere Berechnungen erstmals zeigen, ” so Rockström. “Um die Nahrungsmittelproduktion innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen und damit innerhalb eines sicheren Handlungssraums für die Menschheit zu halten, können wir drei Dinge tun: mehr gesundes Gemüse und weniger Fleisch essen, systematisch Lebensmittelververschwendung vermindern, und landwirtschaftliche Technologien und Management wie zum Beispiel bei Bodenbearbeitung oder Düngerrecycling verbessern. Interessanterweise kann bereits der bloße Wechsel zu einer stärker pflanzlichen “flexitarischen” Ernährung die Treibhausgasemissionen aus der landwirtschaftlichen Produktion ungefähr halbieren. Alle Maßnahmen zusammen können dazu beitragen, alle gesund zu halten: den Planeten, und die Menschen.”

Leit-Autor der Studie ist Marco Springmann von der Universität Oxford. Die Forschung ist Teil der Arbeit der EAT-Lancet-Kommission für Ernährung, den Planeten und Gesundheit, deren Ko-Vorsitzender Rockström ist. EAT ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich fundierte Plattform für die Transformation des Ernährungssystems, die von der Stordalen Foundation, dem Stockholm Resilience Centre (das bis vor kurzem von Rockström geleitet wurde und an dessen Spitze nun Line Gordon steht, die gleichfalls eine der Autorinnen ist), und The Wellcome Trust gegründet wurde. Lancet ist die führende Fachzeitschrift für medizinische Wissenschaften.

Artikel: Marco Springmann, Michael Clark, Daniel Mason-D’Croz, Keith Wiebe, Benjamin L. Bodirsky, Luis Lassaletta, Wim de Vries, Sonja J. Vermeulen, Mario Herrero, Kimberly M. Carlson, Malin Jonell, Max Troell, Fabrice DeClerck, Line J. Gordon, Ramy Zurayk, Peter Scarborough, Mike Rayner, Brent Loken, Jess Fanzo, H. Charles J. Godfray, David Tilman, Johan Rockström, Walter Willett (2018): Options for keeping the food system within environmental limits. Nature [DOI:10.1038/s41586-018-0594-0]

Weblink zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41586-018-0594-0

*Source: Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

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