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29. Oct 2020

10.000 Kilogramm Müll aus Meeren, Flüssen und Seen entfernt

NABU stellt Naturschutzinitiative auf der „boot 2018“ vor

Unsere Meere werden immer mehr an ihre Belastungsgrenze gebracht. Auf der Wassersportmesse „boot 2018“ setzt sich der NABU für einen nachhaltigen Umgang mit Nord- und Ostsee und für die Reduzierung des Mülls in den Meeren ein.

Auch in diesem Jahr ist der NABU auf der weltgrößten Wassersportmesse „boot 2018“ in Düsseldorf vertreten und stellt seine Meeresschutzarbeit vor. Besonders im Fokus steht dabei die Online-Aktionsplattform Gewässerretter, die der NABU gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher, dem Deutscher Kanu-Verband und dem Deutscher Segler-Verband initiiert hat. Im letzten Jahr wurden 10.000 Kilogramm Müll von Freiwilligen an der Küste, aber auch aus Flüssen und Seen entfernt.

Plastikflaschen am Strand – Foto credit: NABU/Felix Paulin

Plastikflaschen am Strand – Foto credit: NABU/Felix Paulin

Seit Beginn der Zusammenarbeit der vier Verbände vor fünf Jahren sind fast 40 Tonnen bei Reinigungsaktionen in ganz Deutschland zusammengekommen. Dabei sammelten nicht nur Einzelpersonen Müll. Über das Portal Gewässerretter sind innerhalb von 16 Monaten 48 Gemeinschaftsaktionen von Gruppen beworben und durchgeführt worden. Einige Aktionen mit Beteiligung von Tauchern, Kanuten und Seglern fanden dabei auch auf und unter Wasser statt – eine Bilanz die sich sehen lassen kann. Über 10.000 Müllteile wurden so aus der Umwelt entfernt. Die Auswertung der Müllfunde zeigt deutlich, dass die Konsumenten den Umgang mit Plastik und insbesondere Verpackungen ändern müssen. Annähernd 40 Prozent der gefundenen Müllteile waren Tüten, Folien und Verpackungen. Im Kampf für saubere Gewässer ist es letztendlich entscheidend, dass weniger Einwegverpackungen auf den Markt kommen und Verbindlichkeiten und Anreize für das Recycling von Verpackungsmaterialien bestehen. Nur so können wir langfristig erfolgreich sein – denn Müll der gar nicht erst entsteht, gelangt auch nicht ins Meer.

Ein positives Signal dazu kam gerade aus Brüssel: die Europäische Kommission hat eine Plastikstrategie angekündigt. Bis 2030 sollen alle Verpackungen in der EU recycelbar, der Verbrauch von Einwegplastik eingedämmt und die Verwendung von Mikroplastik, etwa in Kosmetika, beschränkt werden. Gemeinsam soll die Zusammenarbeit für den Gewässerschutz fortgeführt und ausgebaut werden.

Die Plattform Gewässerretter bietet die Möglichkeit, Wassersport und Naturschutz zusammenzubringen. Mit der App können sich Freiwillige zusammen finden, die Einsätze für müllfreie Gewässer organisieren wollen. Zudem können engagierte Naturschützer und Wasserliebhaber Müllfunde dokumentieren. Seit Jahren arbeiten die vier Verbände zusammen, um für das umsichtige Miteinander von Wassersport und Naturschutz zu werben. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Engagement gegen die zunehmende Vermüllung von Flüssen, Seen und Meeren.

*Source: NABU.de

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