Tag Archives: interview

„Mein Fast Food: Biobrot“

Starköchin Sarah Wiener ist Jury-Mitglied im Greenpeace-Wettbewerb gegen Gentechnik bei McDonald‘s. Im Interview verrät sie das Rezept für ihr ganz persönliches Fast Food.

Hand aufs Herz: Essen Sie auch manchmal in Fast-Food-Restaurants?

Früher war ich ab und zu in Fast-Food-Ketten. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, was ich da eigentlich esse und woher es kommt. Heute möchte ich gern wissen, woher mein Fleisch stammt, was das Tier gefressen hat, wie es gehalten wurde und was in meiner Sauce drin ist. Ich definiere heute Genuss und Qualität anders als früher. (more…)

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ATV “Georges Lemaitre” soll am 12. August die Raumstation erreichen

Mit dem fünften Raumfrachter endet die Ära der europäischen ISS-Transporter – Interview mit DLR ATV-Programm-Manager Volker Schmid

Nach seinem Bilderbuchstart am 30. Juli 2014 ist das fünfte und letzte Versorgungsraumschiff der europäischen ATV-Reihe auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Der nach dem belgischen Begründer der Urknall-Theorie “Georges Lemaitre” benannte Frachter, der ungefähr so groß ist wie ein Londoner Doppeldeckerbus und inklusive Gepäck mehr als 20 Tonnen wiegt, soll am 12. August um 15.34 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit an der Raumstation andocken und für mindestens fünf Monate die ISS mit Treibstoff, Nahrung und neuen Experimenten versorgen. Deutschland war federführend am ATV-Programm der Europäischen Weltraumagentur ESA beteiligt und hat rund 48 Prozent der Beiträge des rund 3 Milliarden schweren Programms finanziert. Die Rolle und Bedeutung dieses komplexesten jemals in Europa gebauten Raumtransporters erläutert Volker Schmid, ATV-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). (more…)

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Interview mit Konrad Heil: “Religion und Spiritualität: Meine Ansichten und Gedanken”

Konrad Heil wurde 1952 geboren und studierte nach einer Bankausbildung Betriebswirtschaft und Wirtschaftspädagogik. Er war viele Jahre im Management tätig und lehrte außerdem als Kommunikationstrainer. Seit 2011 ist er katholischer Priester der Erzdiözese Berlin. Neben der Gemeindeseelsorge ist er auch in der Internetseelsorge aktiv, außerdem engagiert er sich zusätzlich sowohl in der Einzelbegleitung als auch in Gruppenexerzitien.

Q. Was bedeutet Religion im eigentlichen Sinn? Warum brauchen wir sie?

Konrad Heil: Ich denke, Religion kann im Leben eines Menschen ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Das Wort “Religion” bedeutet im Ursprung “Rückbindung”, also eine Anbindung an Gott, der nicht verhandelbar und kaum fassbar ist, aber für Christen jemand ist, der seine Zuwendung und Beziehung dem Menschen anbietet und in Jesus Christus offenbart worden ist.
Im alltäglichen Umgang mit Religion geht es primär um ein in sich schlüssiges Wertesystem, das den Menschen eine Orientierung für sein ethisches Handeln geben kann. Aber Ethik muss nicht notwendigerweise mit Gott in Beziehung stehen. Aber ohne Beziehung mit Gott, so zeigt es die Erfahrung, lässt sich Ethik leicht korrumpieren. Deshalb “braucht” der Mensch die Religion, damit sein ethisches Verhalten nicht überwiegend von persönlichen Interessen und Vorteilen bestimmt wird. (more…)

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Interview with Baban Mohamed: ‘Code-switching’, a research project on Kurdish community in Austria

Baban Mohamed received his Master’s degree in English and American Studies (General/Applied Linguistics) from the University of Salzburg in Austria. He has B.A. degree in English Language and Literature from the University of Sulaimania (the Kurdistan Region of Iraq). Since 2005 Baban is living and studying in the beautiful Mozart’s City of Music, Salzburg. His research interests cover the areas of bilingual/ bicultural acquisition, child code-switching and sociolinguistics.

Q. Very recently you published research work titled: ‘Code-switching: A Case Study of Kurdish-German Pre-school Bilingual Children’ as part of European University Studies. Before going deep into your research, my first question to you: What is Bilingualism’?

Baban Mohamed: The book is a sociolinguistic research within the field of child bilingualism about the language and culture development of immigrant pre-school children, the case study of Kurdish community in Austria. The book addresses accounts of how children develop the functions and roles of different languages and how they manage to keep the language systems apart or switch from one to the other – not arbitrarily or due to a lack of competence as sometimes has been suggested but purposefully and with functions in mind.  (more…)

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Die Ankunft der Netzpolitik im Bundestag

Diese Woche wurde der netzpolitische Diskurs klar durch die offizielle Einsetzung des Ausschusses für Digitale Agenda durch den Deutschen Bundestag dominiert. Die Erwartungen an den neuen Ausschuss sind groß. Unsere Presseschau beinhaltet darüber hinaus einige Themenschwerpunkte, die auch im neuen Ausschuss diskutiert werden müssen. Peter Schaar appelliert etwa an die Verantwortung der Politik zur Wahrung der Grundrechte im digitalen Zeitalter. Die Idee eines „deutschen Internets“ soll auch im Ausschuss diskutiert werden, wie CDU und SPD betonten. Hannes Grassegger überlegt, ob wir bald mit Visum surfen müssen.

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Interview mit Marcel Kieslich: ‚Was die deutsche Partei „Die Linke“ über die aktuellen Probleme in der Welt denkt‘ (‚What the Left Party in Germany thinks about Current World Problems‘)

Marcel Kieslich, Jahrgang 1983, ist ein Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) und seit November 2011 im Stadtvorstand der Partei DIE LINKE Halle (Saale). Sein besonderes politisches Interesse gilt dem Sozialticket für die Stadt Halle, der Behinderten- und Friedenspolitik und der Demokratie und dem Demokratieverständnis. Wir redeten mit Herrn Kieslich über die aktuelle Weltlage, insbesondere über den Syrienkonflikt, die Verteilung der Weltmächte, religiösen und wirtschaftlichen Fanatismus und dessen Gruppen und weitere Themen.

Q: Syrien ist sicherlich Top unseres Interesses. Was wird  der Bürgerkrieg  uns nehmen? Es sieht aus, als ob jeden Moment eine regionale Zeitbombe explodieren wird. Ich meine, Israel, Saudi-Arabien, Katar und die  Türkei können sich direkt im Krieg engagieren. Was denken Sie, gibt es eine  Aussicht, den Krieg ohne eine weitere Eskalation zu beenden?

Marcel Kieslich: Meine Hoffnung geht natürlich in die Richtung der Syrienkonferenz. Das ganze ist natürlich schwierig da die Gesprächspartner an einem Tisch zu bringen, wie man ja jetzt im Meeting gehört hat, gabs da ja unterschiedliche Meldungen, dass Vorbedingungen gestellt worden sind von den Aufständigen von der Opposition, weil diese vorher mit Waffen beliefert werden möchten, um dort gestärkt zu werden. Die Auffassung teile ich natürlich nicht, also man sollte da jetzt nicht mehr Waffen reinbringen, egal ob das jetzt von Russland ist , die an Assad gehen oder die von der EU und der USA die jetzt an die Oppositionellen gehen, weil ich denke dadurch würde der Krieg nur verlängert und man sollte dem Krieg zumindestens den Nährboden entziehen und es sollten die Parteien keine Vorbedingungen stellen. Egal, ob das jetzt Syrien selber ist, Assad sollte keine Bedingung stellen, aber ich denke die Opposition sollte sich hat da auch zurückhalten, was insbesondere die Waffenlieferung betrifft und sollten diese Syrienkonferenz wirklich nutzen und dort ja, wie gesagt, ohne Vorbedingung reinzugehen, dass sich dann dort ein Kompromiss findet oder ein weiteres Vorgehen und ich denke dazu wird aber nicht nur Syrien und die Opposition alleine ausreichen, sondern auch ein Waffenembargo für den ganzen Nahen Osten erforderlich sein, was dann die Länder wie Saudi Arabien betrifft aber auch Israel und andere Länder. Die sollten natürlich an der Konferenz auch teilnehmen, weil insbesondere dann die benachbarten Staaten, die jetzt an Syrien angrenzen und ja weitere Nachbarn, denke ich, könnten teilnehmen, müssen aber nicht zwingend teilnehmen, weil in erster Linie sich die Konfliktparteien einigen sollten. Aber ich denke, das ist eine Möglichkeit um sich der Spirale dort zu entziehen. Es gibt ja den berühmten Spruch „Jede Waffe findet ihren Krieg“ und ich denke das würde in Syrien genauso der Fall sein, auch wenn es  ja, wie gesagt, eine schwierige Situation ist, aber ich denke alle Parteien wissen, was davon abhängt und dass man da zu einer Lösung kommen sollte. (more…)

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